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Altneuland · 1904-11-01 · Heft 11 (November 1904) · p. Seite 331

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 11 (November 1904)
Article
Die Wanderheuschrecke und deren Vernichtung
Date
1904-11-01
Page
Seite 331 (sequence 6)
Language
German
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— 331 — hoch, damit die Heuschrecken gut hineinspringen können. Der Boden braucht nur eben mit Petroleum bedeckt zu sein, denn es genügt der kleinste Tropfen, mit dem die Heuschrecke benetzt wird, um sie zu töten; daher ist der Verbrauch an Petroleum nicht gross. Die Hupfer springen übrigens meist wieder aus der Pfanne heraus; aber das beeinträchtigt die Wirkung nicht. Eine Modifikation besteht darin, dass die Pfanne aus Segelleinen hergestellt wird, das man mit Petroleum tränkt. Aber da das Oel dabei schon in 15—20 Minuten eintrocknet und damit unwirksam wird, kann man diese Form, obwohl sie leichter und schneller herzustellen ist, nicht sehr empfehlen. Das Petroleum kommt nun noch in einer anderen Art in Gebrauch, in der es gleichfalls seine Giftwirkung entfaltet: es wird auf die Heuschreckenzüge aufgespritzt. ■■ Da reines Petroleum bei dieser Verwendung zu teuer käme, und ausserdem den damit bespritzten Gewächsen sehr schädlich ist, so wird es auf die eine oder andere Weise verdünnt. Am gebräuchlichsten, und anfänglich allein in Anwendung, ist die Herstellung von Petroleummilch, wobei Milch oder eine heisse Seifen- oder Harzlösung dazu dient, um das Oel zu vermilchen; neuerdings sind aber eine Reihe von Spritzen konstruiert, in denen mechanisch das Petroleum aufs feinste mit dem Wasser vermischt wird. Letztere Form ist die für die Gewächse am wenigsten schädliche; doch dürften wohl in Palästina noch wenige dieser Spritzen, wenn überhaupt welche, vorhanden sein. Ein Teil Petroleum auf. 20 Teile 'Wasser reicht dabei zur Abtötung der Heuschrecken vollständig aus, während schon ein Teil zu zehn Teilen in dieser mechanischen Milch für die Pflanzen unschädlich ist. Das Wetter 'ist für die schädigende Nebenwirkung auf die Gewächse von Einfluss, indem sie bei heissem trockenen Wetter und Sonnenschein grösser wird, als bei trübem, kühlem; auch verhalten sich die einzelnen Gewächse etwas verschieden. Zur Herstellung von Petroleummilch durch Milchzusatz kann man sowohl süsse als saure, Vollmilch oder abgerahmte verwenden. Am besten ist die Verwendung von zwei Teilen Petroleum zu einem Teil Milch; das Gemisch lässt sich lange aufheben und wird kurz vor dem Gebrauch auf das 15- bis 20 fache mit Wasser verdünnt. Die Mischung sowohl wie die Verdünnung hat durch richtiges 15—45 Minuten (je nach der Temperatur) dauerndes Verbutlern zu geschehen. Zur Vermilchung durch Seife nimmt man Schmierseife,

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