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Altneuland · 1904-10-01 · Heft 10 (Oktober 1904) · p. Seite 305

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 10 (Oktober 1904)
Article
Die Wanderheuschrecke und deren Vernichtung
Date
1904-10-01
Page
Seite 305 (sequence 5)
Language
German
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— 305 — sstehen sie natürlich sehr hinter den reifen Stücken zurück, denn diese beträgt hier nur 7—9 mm. Um die endgültige Grösse zu erreichen, machen diese jungen Larven — Hupfer, wie ich sie genannt habe — fünf Häutungen durch, d. h. sie wachsen durch Futteraufnahme so lange, bis ihnen-die alte Haut zu eng wird; dann springt diese und wird abgestreift, der Hupfer, „weich wie •ein ölgetränkter Strick"., schlüpft vergrössert heraus, erhärtet und beginnt dann wieder um so lebhafter zu fressen, bis ihm abermals die Haut zu eng wird. Dann wiederholt sich das Spiel. Ein jedesmal ändert er mit der Grösse auch die Farbe, indem immer mehr rosarote Zeichnungen an ihm auftreten. Nach der dritten Häutung erscheinen zuerst die Flügelanlagen, nach der fünften ist der Kerf fertig und geflügelt (doch noch nicht ge- .schlechtsreif). Jede Häutung bedeutet eine schwere Erkrankung > -an der viele Hupfer zugrunde gehen. Ausserdem sind sie während der Häutung und kurz nach dieser, ehe die neue Haut ■erhärtet ist, ziemlich hilflos ihren Feinden preisgegeben und diese — dazu gehören auch die eigenen Genossen — machen sich •das zunutze. Die Lebensdauer als Hupfer beträgt für die Schistocerca etwa 45—50 Tage; davon entfallen auf die Zeit bis zur ersten Häutung 5 — 6 Tage, von da bis zur zweiten vergehen 6—7 Tage, -dann bis zur dritten 9 — 10, ebensoviel bis zur vierten und 15—20 Tage bis zur letzten. Diese Zeiträume können aber durch •.gutes Futter und schönes warmes Wetter erheblich verkürzt, durch Futtermangel undkalte nasse Witterung erheblich Verlängertwerden. Die Lebensweise und die Futteransprüche sind in den verschiedenen Lebensaltern etwas verschieden. Gemeinsam aber ist

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