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Altneuland · 1904-09-01 · Heft 9 (September 1904) · p. Seite 260

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 9 (September 1904)
Article
Die administrative Autonomie der Insel Samos
Date
1904-09-01
Page
Seite 260 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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— 260 — befindlichen Insel gegebenen Organisation aufbauen, werden den Samioten mit einer letzten Frist verkündet und mitgeteilt werden. 8. Der Erzbischof von Samos wird wie früher von dem griechischen Patriarchen in Konstantinopel ernannt werden.-- Dieses sind die Vergünstigungen, welche die Hohe Pforte in Vorschlag zu bringen beschlossen hat, und welche durch die Einwilligung unserer Freunde, der Vertreter der drei Höfe, gebilligt sind. — Die vorliegende offizielle Note ist infolgedessen den Herren Vertretern von Frankreich, Grossbritannien und Russland übergeben. Den 17. redheb 1248. Hiernach liegt also die vollständige innere Verwaltung und die Organisation des Handelsverkehrs in den Händen einer Versammlung, welche aus Samioten besteht und aus Wahlen hervorgeht; Präsident der Versammlung, mithin oberster Verwaltungsbeamter, ist ebenfalls ein Samiote. Hier sei bemerkt, dass sich die Samioten von den Türken, ebenso wie die Juden, unter anderem auch durch die Religion unterscheiden — die Samioten sind Christen —, und dass ausdrücklich bestimmt ist, der Fürst von Samos müsse stets ein Christ sein. Dieser Fürst von Samos wird von der Pforte ernannt und darf seinerseits einen ebenfalls christlichen Vertreter ernennen. Seine wichtigsten Sonderrechte sind die Einkünfte aus der Erteilung von Schiffspässen, die Handhabung der Fremdenpolizei und das Vetorecht in auswärtigen Angelegenheiten. — Truppen sind auf Samos nicht stationiert. — An Stelle aller Steuern wird eine festbestimmte Summe von 400000 Piastern an die Pforte abgeführt. — Dies sind die wesentlichen Bestimmungen, welche die administrative Autonomie auf der Insel Samos regeln, und zwar im Einverständnis mit den Mächten. Die Einzelheiten der hier getroffenen Regelung sollen nun keineswegs alle als für den Judenstaat vorbildlich hingestellt werden. Jedenfalls sehen wir, dass von den Zionisten nicht etwas Unmögliches und noch nicht Dagewesenes erstrebt wird. Und vermutlich wird die Pforte kein Bedenken tragen, den Juden ähnliche Rechte zuzugestehen wie den Samioten, da der Türkei nur Vorteile daraus erwachsen können. Auch die anderen Mächte werden sicher ihre Zustimmung geben — ohne diese können wir nichts anfangen—; denn

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