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Altneuland · 1904-09-01 · Heft 9 (September 1904) · p. Seite 261

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 9 (September 1904)
Article
Die administrative Autonomie der Insel Samos
Date
1904-09-01
Page
Seite 261 (sequence 5)
Language
German
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% — 261 — fast alle Länder haben heute ein Interesse daran, von Juden entlastet zu werden, sicherlich ein grösseres Interesse als an der Erledigung der Samosangelegenheit von 1834. DIE HALBINSEL SINAI. Auf Grund eigener Erforschung dargestellt. Von Professor Dr. E. D. Scho enfeld.*) (Schluss.) Mit der Flora eines Landes pflegt seine Fauna im Wechselverhältnis zu stehen. Je stärker der Pflanzenwuchs, um so zahlreicher tritt auch die Tierwelt auf. Ich war erstaunt, im Vergleich zu Erythräa und dem ägyptischen Sudan, welche ich im Jahr vorher bereiste, hier auf der Halbinsel Sinai einen so geringen Wildbestand zu finden. Während dort von uns täglich zwei bis drei Gazellen, Hasen, Perlhühner, Tauben geschossen wurden, war es hier nur selten möglich, das Bedürfnis unseres Lagers nach frischem Fleisch durch die Jagd zu decken. Der Steinbock, welcher häufig auf dem Sinai vorkommen soll, kam uns niemals zu Gesicht. Hasen zeigten sich nur selten. Dagegen war die Vogelwelt reichlicher vertreten. Es kamen uns zum Schuss folgende Arten: Atta, klein; Schirnar, mittelgross und sehr schmackhaft; Carawän, von etwas trockenem Fleisch; Hagel, unserem Rebhuhn vergleichbar. Von Raubtieren Hess sich nur die Hyäne sehen. Ob Leopard und Löwe in jenen Bergen hausen, wie gesagt wird, kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen. Unter den Haustieren ist am stärksten vertreten die schwarze Ziege (Capra mambrica) mit herabhängenden, langen Ohren und stark zurückgebogenen Hörnern. Neben gutem Fleisch und schmackhafter Milch liefert sie mit ihrem Haar den Beduinenfrauen das Material zu mancherlei Geweben, als Getreidesäcken, Satteltaschen und Zelttüchern. Aus diesen braunschwarzen groben, aber völlig wasserdichten Teppichen baut sich der Beduine sehr geschickt sein langgestrecktes, niedriges, in mehrere Abteilungen gegliedertes Zelt auf. Diese Ziegen bilden neben •) Mit gütiger Erlaubnis des Verf. und der Redaktion aus dem „Globus" Bd. LXXXV No. 16, 1904, abgedruckt. Da das hier von Prof. E. D. S cho enfe ld- Jena behandelte Gebiet für uns von besonderem Interesse ist, bringen wir den vorliegenden Artikel in extenso. D. Red.

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