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Altneuland · 1904-07-01 · Heft 7 (Juli 1904) · p. Seite 216

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 7 (Juli 1904)
Article
Beirût (Syrien). Handelsbericht für das Jahr 1902
Date
1904-07-01
Page
Seite 216 (sequence 3)
Language
German
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— 216 — Johannisbrot wurde in unbedeutender Menge (251% dz) ausgeführt; in grossem Massstabe geschieht dies von C}'pern aus durch ein Beirüter Haus. Eigelb, in Fässern mit 12 v. H. Salz und 1 v. H. Borsäure, und Albumin, getrocknet mit 1 v. H. Borsäure, war auch 1902 ein unbedeutender Ausfuhrartikel Syriens (etwa 5000 dz). Der Hauptplatz dafür ist Lädikije, doch vermitteln meist Beirüter Häuser. Der Preis für Albumin, welcher in früheren Jahren etwa 3 Franken betrug, stieg 1902 bis auf 5,50 Franken für 1 kg cif europäischen Hafen; Mitte 1903 stand er auf 4 bis 4,50 Franken; der für Eigelb ist seit Anfang 1902 bis jetzt von 85 auf 95 Franken für 100 kg cif Deutschland gestiegen, das zu den Abnehmern zählt. An Fellen und Häuten wurden Ochsenhäute, Lamm-, Schaf- und Ziegenfelle ausgeführt. Ochsenhäute gehen nach Marseille und Italien zum Durchschnittspreise von 1,10 Mk. für 1 kg cif europäischen Hafen; der deutsche Markt, der nur 0,90 Mk. zahlen will, hat die, übrigens geringe, Ausfuhr bisher nicht benutzt. Lammfelle wurden im Jahre 1902: 40 000 Stück, 1903: 55 000 Stück, sämtlich nach Deutschland zum Preise von 1,80 bis 1,95 Mk. das Stück in Beirut oder Damaskus oder etwa 2 Mk. cif Hamburg versandt. Die Ziegenfelle, deren jährlich für mehrere hunderttausend Mark ausgeführt werden, hauptsächlich nach Amerika, zum kleinen Teil nach Frankreich, sind sehr geeignet zur Einfuhr nach Deutschland. Preis 1,75 bis 2,75 Mk. fob Beirut. Schaffelle gehen halb gegerbt meist nach Grossbritannien. Das Kilogramm wird mit 2 Mk. fob Beirut bezahlt. Därme. Gesalzene Schafdärme gehen für etwa 175 000 Franken nach Europa, zumeist nach Deutschland, auch nach Oesterreich, ebenso getrocknete Lämmerdärme (zur Saitenfabrikation) für etwa 20 000 Franken. Schafdärme kosteten: das Hundert 1. Sorte 37 bis 42 Franken, 2. Sorte 16 bis 24 Franken frei zur Verschiffung ausschliesslich Verpackung (alte Fässer). Spesen bis Triest bei 6000 Stück etwa 5 v. H. Für Lämmerdärme wurden 18 bis 22 Franken -für 1 kg cif Triest oder Hamburg gezahlt. Knochen führte Beirut aus: 1902 kosteten 100 kg 7 bis 8 Franken fob Beirut. Ueber Saida gehen jährlich 200 dz nach Marseille und Liverpool; auch in Tripolis häufen sich alljährlich erhebliche Mengen an, deren Ausfuhr angestrebt wird. 1900 fand eine solche von dort nach Hamburg statt. Hörner wurden 3201/2 dz zum Preise von 13 bis 14 Franken für 1 dz fob Beirut ausgeführt. Wolle lieferte hauptsächlich Damaskus als rohe (ungewaschene), halbgewaschene und gewaschene. Dazu kommen jährlich noch etwa 300 Ballen (zu 180 bis 200 kg) Gerberwolle. Die gesamte Wollausfuhr betrug 1902: 8787^ dz. Die Preise stiegen unter Einwirkung der Lage des europäischen Wollmarktes seit 1901 bis heute beständig. 1902 erzielte 1 kg ungewaschener Wolle in Damaskus 60 bis 66 Pfennig, August d. Js. 67 bis 75 Pfennig. Gewaschene Wolle wird zurzeit für 63/4 d das Pfund englisch (also 1 kg 1,23 Mk.) cif Nordamerika geliefert, das auch 1902 LIauptabnehmer der syrischen ziemlich groben Wolle war. Aleppo und Marasch sind übrigens für die Wollausfuhr bedeutender als die mittelsyrischen Plätze. 1S99 1900 dz 1860 3170 1901 1902 dz 2000 6817

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