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Altneuland · 1904-06-01 · Heft 6 (Juni 1904) · p. Seite 180

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 6 (Juni 1904)
Article
Gross- und "Klein"-Kolonisation
Date
1904-06-01
Page
Seite 180 (sequence 11)
Language
German
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— 180 — wanderer werden frei ins Land hinein können, wenn man sich darum bemühen wird. Aber mit dieser Frage brauchen wir uns vorläufig nicht zu beschäftigen. Sie soll parteiprogrammmässig gelöst werden. Es erübrigt uns schliesslich, einiges über die materielle Möglichkeit des Zustandekommens der von uns vorgeschlagenen Unternehmungen zu sagen. Das palästinische Erforschungsbureau und in Verbindung damit das Auskunftsbureau können von der zionistischen Parteikasse (aus Schekelgeldern) unterhalten werden wie etwa jetzt die Kommission zur Erforschung Palästinas. Grosse Summen würden wohl dazu nicht erforderlich sein. Die landwirtschaftliche Versuchsstation wird den für sie notwendigen Boden von dem Nationalfonds erhalten müssen, die zur Etablierung erforderlichen Fonds von den Kolonisationsvereinen, die auf diese Weise ihr Geld gewiss nutzbringender verwenden werden, als etwa bei den persönlichen Geldgewährungen an einzelne Kolonisten, und durch Privatsammlungen. Die Betriebsunkosten könnte für die ersten Jahre sodann einmal die Parteikasse liefern, in den späteren Jahren wird sich die Station selbst erhalten. Die Absatzmöglichkeiten und in Verbindung damit die vei« schiedenen Verwertungsindustrien der Rohprodukte des Landes, werden durch privates Kapital geschaffen werden, ähnlich wie jetzt die Weingesellschaften und die Palästina-Handelsgesellschaft. Bei diesen Unternehmungen eröffnet sich der Jüdischen Kolonialbank ein grosses Arbeitsfeld, da sie überall mitwirken kann. Die Verkehrsfrage (Eisenbahnen, Strassen), ebenso die Wassererschliessungs- und -ausnutzungsfrage können ebenso durch Privatunternehmungen — Gesellschaften mit grossem Kapital, wobei sich die Bank wiederum nutzbringend beteiligen kann, aufgenommen werden. Schliesslich die Kreditanstalten gehören in die Domäne der reinen Banktätigkeit, und die Anglo-Palestine-Company hat schon •diesen Weg betreten und wird ihn erfolgreich weiter verfolgen. Schwieriger dürfte die Landfrage selbst zu lösen sein, denn hierbei müsste das Kapital für eine längere Reihe von Jahren festgelegt werden, was mit dem Gelde der Kolonialbank vorläufig nicht gemacht werden dari. Hier wird man sich vorerst mit kleineren Gründungen in der Art der^,Geulah" behelfen müssen. So sehen wir, dass bei richtigem Verständnis und gutem Willen die Partei wohl ein wichtiges praktisches Programm vor

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