Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 1 (1904)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1904)
- Article
- Gross- und "Klein"-Kolonisation
- Date
- 1904-06-01
- Page
- Seite 181 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
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— 181 — sich hat, welches einem dringenden Bedürfnis entspricht. Esdarf uns nicht abhalten, dass wir nicht sofort auf allen Punkten die Arbeit aufnehmen können. Beginnen wir mit demjenigen,, was momentan am leichtesten anzufassen ist und sich am meisten uns aufdrängt. Das übrige und noch vieles andere wird nachkommen. Wir werden nie Vorwürfe zu erwarten haben dafür,, dass wir nicht alles gemacht haben, was zu machen ist, sondern dafür, dass wir nicht einmal versucht haben, das grosse Werk seiner praktischen Erfüllung näher zu bringen. Was wir fordern, ist vernünftige, in die Zukunft klar blickende koloniale Politik der zionistischen Partei und somit des jüdischen Volkes! PALAESTINA UND NACHBARGEBIETE. Beirut (Syrien). Handelsbericht für das Jahr 1902. Dem im Oktober 1903 für das Jahr 1902 erstatteten und im Deutschen Handels-Archiv, März 1904, veröffentlichten Handelsbericht des Konsuls Schröder entnehmen wir folgendes: Allgemeines. Das Jahr 1901 war für den hiesigen Platz infolge des Missratens der Getreideernte in Syrien und der Provinz Adana und des sehr mässigen Ausfalls der syrischen Seidenernte, ferner durch die Nachwirkungen der vorjährigen verfehlten Baumwollenspekulation und gleichfalls missglückten Zuckerspekulationen ein sehr ungünstiges Geschäftsjahr gewesen. Eine der Folgen war der Zusammenbruch von etwa 4 0 Firmen, darunter dreier bedeutender gewesen; an ihren auf mehrere Millionen Franken bezifferten ungedeckten Passiven waren auch deutsche Häuser beteiligt. Gegen Ende des Jahres waren-bedeutende Warenvorräte auf Lager geblieben, so dass für das 1902 ein sehr schleppendes Geschäft vorausgesehen wurde. Diesen Befürchtungen entgegen, war das Jahr 1902 für das hiesige Geschäft normal, dank dem guten Ausfall der Seidenernte Syriens. Der allgemeinen Geschäftslage entsprechend, gingen die Zahlungseinstellungen auf ihren normalen Stand zurück, der von dem europäischer Plätze nicht abweicht und hinter dem anderer türkischer Plätze zurückbleibt. Es waren ihrer, unter Einschluss der ersten Monate des laufenden Jahres, 10 mit etwa lx/4 Millionen Franken Ausfall; deutsche Fabrikanten waren daran mit etwa 100 000 Franken beteiligt, der Rest entfiel auf französische, belgische und italienische Häuser. Wäre 1902 die Getreideernte des Beirüter Hinterlandes und der Provinz Adana, von deren Ausfall, in Verbindung mit dem der syrischen Seidenernte, die Gestaltung des hiesigen Einfuhrmarktes im wesentlichen abhängt, nicht nur höchstens mittelmässig gewesen, so würde das Ergebnis der Handelsbilanz sehr zufriedenstellend gewesen sein. Es muss immer wieder vor der Uebertragung der Vertretung an einheimische Agenten gewarnt werden. Die vorteilhafteste Verbindung für den deutschen Fabrikanten ist und bleibt auf die Dauer der deutsche Vertreter-