Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mittheilungen aus Jesuitendramen
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 388 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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388 Ellinger: Mittheilungen aus Iesuitendramen. spott ^oseMüuZ in das Feur geworffen sol werden. Der Christliche Knab aber beweiset, daß die vorhabende Histori das Judenthumb klärlich widerlege, vnd vnser Religion verfechte. Gibt derohalben den gantzen Handel den Sveetatoridus zu vrtheilen in bedencken. Der erste Theil. Seena I. ^osevnulus deß Jüdischen Glasers Söhnlein beklagt sich hoch ab deß Rabbi seines Schulmaisters groben Calmenserey, bitt sein Mutter sie wolle jhm darvon abhelffen. Sie befleisset sich das Kind zu geschwaigen, vnd in die Schul zugehen zubereden, biß entlich der Vatter ein anders fürnemme. Entzwischen befileht sie jhr Kind dem Rabbi mit bitt, daß er es jhme wolle lassen im besten befohlen sein. Seena II. Salomon der Rabbi nach dem er die Mutter auff ihr bitt drutzig abgefertigt, nimbt von einem bösen Christen ein vnschuldiges Kindlein für ein außständige Geltschuld an, damit er dasselbige den Christen zu drutz schlachte, vnd auß dessen Blut für vnderschidliche nothturff hilff zu wegen bringe. Seena III. Die weil die Juden neben dem daß sie die Christen verfolgen auch mit betriegen jhr Handwerk treiben, alß beklagt sich ein Christ, wie er von einem dergleichen Vogel listiger weiß hinder das Liecht geführt worden, vnd zalt dem nächsten besten Juden mit gleicher Müntz aus. Seena IV. Der Boß geht dem Christen wol ab. Denn Salomon der Rabbi vnderrichtet seine äiseipul in der Judenschul zu Gesang und Wissenschafft, vnd nimbt die nicht wol bestehn seiner art vnd brauch nach dapffer her. Seena V. Wie aber die vbel geplagte Knaben sich auß dem staub gemacht, merckt Rabbi, daß einem auß dem vbrigen Haussen ein speckklamperlein angehenckt, damit er befleckt vnd bemailiget worden: derhalben macht er jhn mit allen eaeremonen wider redlich. Seena VI. Nach disem lauffen die vom Rabbi wol abgetußlete vnnd schon vor disem allzeit hefftig geplagte Knaben zusammen, beklagen einanderen jhr noth, vnd wünschen einhelligklich einen Christlichen Lehrmaister in Zucht vnd äiseixlin vndergeben zu werden. Seena VII. Insonderheit aber treibt ^osevnnlus, deß Glasers Söhnlein sein Mutter, daß sie darob und dran sein möchte, damit er doch einmahl auß der groben Rabbiwüterey möcht erlediget werden. Dazu jhm dann die Muttter alle mittel, hilff vnd Vorschub verspricht. Der ander Theil. Seena I. Einem Christlichen Priester, welcher sich die Jugend zu vnderweisen annimbt, wird von dem Jüdischen Glaser sein Söhnlein in zucht vnd äiseiMn anbefohlen. Seena II. Ein gottloser Jüd wünschet jhm vnd seinen Mitconsorten glück, wegen deß Christlichen Knableins Todt, welches Rabbi ohnlengst zuwegen gebracht hatte. Deßwegen denn er auch gelobt vnd gepriesen wird. Seena III. Vnd weil die Juden wider Christum und sein hehlichste Mutter schwäre Gotteslästerung allenthalben außstossen, also machen sich etlich ehfferige