Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mittheilungen aus Breslauer Stadt-, Schöppen- und Rechnungs-Büchern im 14. und 15. Jahrhundert
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 3)
- Language
- German
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378 Landsberger: Mitt. aus Breslauer Stadt- Schoppenu. RechnungS-Büchern. „Schabdey der Jude von der Olsin" (d. i. Oels) erklärt 1370, Dienstag nach uns. Frauentag (5. Febr.), daß ihm Herzog Konrad von Oels, sowie der junge Herzog, die alte Frau Herzogin Eufemia und die junge Herzogin Agnes nichts mehr schuldig seien Der Rat der Stadt Breslau erklärt 1445 5er. see. a. ^okann. Laxt. (21. Juni). „Benisch Juden" 14 Gulden als den Jahreszins von 100 Gulden und fünfzig Mark Groschen gegeben zu haben, worüber ihm ein neuer Schuldbrief ausgestellt werden soll^). Derselbe erklärt 1445 5er. see. a. Narxar. (12. Juli), demselben Juden für einen Brief, welcher über 100 Gulden und fünfzig Mark Groschen lautet, 170 Gulden gezahlt zu haben, worauf ihm der Schuldschein zurückgestellt worden sei^). Der Rat der Stadt Breslau zahlt an Nicol Bork im Jahre 1445 die Summe von 173 Gulden und 1 Vierdung als Entschädigung dafür, daß er vormals „Joseph und Nenlig Juden von der Stat wegen" befriedigt hat^). Der Breslauer Rat zahlt an Abraham von Oppeln 1445 5er. see. ante Invoeavit (8. Februar) 150 Mark zu Händen der Juden Joseph, Cussiet und Benisch genannt Nenlig und erhält die darüber ausgestellten Schuldbriefe zurück, worauf auch die Tilgung im Judenbuch ILdeUo luäeorum" erfolgt^). „Kussel Jude von Troppow bekennt vor dem Breslauer Rat 1448 Aschtag (7. Febr.), von dem Bischof Peter zu Breslau 60 Gulden Hauptgut und 3 Gulden „Wucher" (Zinsen) erhalten zu haben, wofür gewisse Personen für den vormaligen Bischof Konrad6) Bürgschaft geleistet hatten^). „hsaac etwenn Jacob Juden Son, Czadak Jude behde von Breslaw und Jordan Jude von ffranckensteyn" verbürgen sich 1452, Freitag nach Thom. Apost. (22. Dezbr.), für „Smohel Juden etwenn Abrahams Son von Monsterbg" (Münsterberg), daß dieser den Brief, vermöge dessen er Ansprüche zu haben vermeint an den Bischof Peter von Breslau, und welcher die Städte „Paczkaw und Wehdenaw und etwenn . . . Svenczlaw ') Das. 5. 139a; hieraus Abschrist Mskr. Klose 24 k. 47. ') leider kaeionnrn elvit. ^VratiLlav. 5. 52!>. Ein Gulden ungarisch, der doch hier zu verstehen sein wird, galt damals (vgl. F. Friedensburg im Ooä. äixl. Si1e8. XIII, x. 67) 28 Groschen, hatte also den Werth von etwas mehr als V- Mk. (polnisch), da die ganze Mark — 48 Groschen war. Doch scheint nach dem folgenden Vermerk die obige Annahme, wonach der ungar. Gulden 28 Groschen gegolten habe, wenigstens für das Jahr 1445 etwas modifizirt werden zu müssen. 3) I.. Rae. e!v. Vfrat. k. 52^. 4) Ebendas. k. 53». Ein Vierdung war V» Mark. 5) Ebendas. 6) Vorgänger des Bischofs Peter. ') 1^. Signatur, k. 60.