Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mittheilungen aus Breslauer Stadt-, Schöppen- und Rechnungs-Büchern im 14. und 15. Jahrhundert
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 2)
- Language
- German
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Landsberger: Mitt. aus Breslauer Stadt- Schoppenu. Rechnungs-Büchern. 37? seiner Freunde, welche die Sache angeht, die Stadt Strehlen jedes ihnen gemachten Versprechens und spricht dieselbe der Geldsumme, welche sie ihnen schuldete, los und ledig ^). Ein Bevcllmächtigter der Stadt Schweidnitz bekennt 1352 ter. 5 iutra Oetav. nativ. b. ölarie virx. (13. Sept.), daß dieselbe dem Breslauer Juden Jsaac (Isaae wäeo uostro) und dessen Schwiegersohn Kadzin einen Schuldbrief über 133 Mark übergeben habe?). Vor dem Rate der Stadt Breslau erscheinen im Jahre 1358 Dienstag vor uns. Frauentag (30. Januar) „kei-e^o^ WeveÄa^) ... uuäe ^3aae ^uäs"; der Letztere erklärt, daß er den Herzog, nachdem dieser ihn aus dem Gefängnisse entlassen habe, aller „Mdäs uuäs Lelmlt" los und ledig spreche, mit Ausnahme dreier Briefe, welche über 500 Mark lauten*). Der Aegnitzer Jude s^uäeus le^uiesL.) Jacob de Glogö erklärt 1361 5er. 5 xost 1>!>urtLi August) den Herzog Wenzel v. Liegnitz sowie die Stadt Liegnitz aller Schulden ihm gegenüber für entledigt, jedoch unbeschadet der ihm von der Herzogin und der Stadt Liegnitz ertheilten Schutzbriese, welche sich erstrecken auf die Dauer von 2 Jahren, vom nächsten Pfingsten an gerechnet^). Der Rat der Stadt Namslau trifft 1362 erastiuo ^uäreae (Dezember 1) mit dem Juden Muschlin ein Abkommen wegen gewisser Schulden, für die jener Bürgschaft geleistet hatte^). Der Jude Smogil von Münsterberg spricht 1364 in seinem Namen wie in dem seines Bruders Abraham die Herzogin Agnes von Münsterberg der 116 Mark los und ledig, die sie ihnen bezahlt hat^).!) NM Lunuta vsws (Mskr. Klose 25, 1) toi. 3. Nur abschriftlich in Auszügen, die Originalhandschrift ist verloren. 2) Id. kol. 7. Es ist hier ohne Zweifel die damals in Schlesien übliche Polnische Mark gemeint, welche nach den Ausführungen Stenzels (Gesch. Schles. I, S. 361) etwa 17^ Mark unseres heutigen Geldes gleich zu setzen wäre. 2) Ohne Zweifel ist Herzog Wenzel v. Liegnitz gemeint. 4) RMs. kirs. vst. Mskr. Klose 25, 1 kol. 16. Es ist dies also ein Fall ähnlich dem, welcher sich im Jahre 1354 ereignete, da der Herzog v. Schweidnitz (Bolko) sich zweier reicher Breslauer Juden gewaltsam bemächtigte und sie fortführte (Archiv f. Kunde Österreichs Geschichtsquell. Bd. 31 S. 109, auch Bd. 34 S. 366). Auf das im Text erwähnte Vorkommniß bezieht sich vielleicht auch die Aufzeichnung des sog. Ruäus I^urentius, ebenfalls eines Breslauer Stadtbuchs, zum Jahre 1362 (Originalhdschr. k. 37 d, hieraus Abschrift Mskr. Klose 24 k. 14), wo verschiedene Ausgaben bezüglich der Sache des Juden Isak (ean86?8ae ^uäei) notirt sind und wo auch ausdrücklich einer Gefangenschast desselben (eaxtivitati3 8us) gedacht wird. 5) Nuä. Laurent, t'. 9b. Abschrift hieraus Mskr. Kl. 24 t'. 6. Ruäu8 1,aurentiu8 K.l. 40^. -) Das. 5. 78b.