Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofes
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 369 (sequence 22)
- Language
- German
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Popper: Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofs. 369 In dieser Inschrift spricht allerdings vieles, besonders der verschiedene Name des Vaters dafür, daß hier wirklich ein Maler vorliegt. Ferner werden als Maler genannt: David (1720) und der als Kabbalist bezeichnete Isaak (1780). Musiker. Zunächst ein Tonsetzer: N^2N : -v') (. . .) N'N ^NI N^2N p '?22NQ N^N O^''^ ^22 sl^l N'N Ns?^1VN „Sonnabend, den 3. Nissan 5484 (1724) verschied David S. d. Cantors Jokew, Futteralmacher; David setzte alle Arten von Liedern in Töne zu singen, auch war er einer von den Kundigen der Musik, desgleichen in unserer Zeit nicht war; deshalb beklagen wir sein Hinscheiden. Auf dem Grabstein ist als Zeichen des sonst nicht vorkommenden Gewerbes eines Futteralmachers ein Beutel abgebildet. Die Übertreibung mit in Rechnung gezogen, haben wir es doch jedenfalls mit einem Musiktheoretiker zu thun, was um die Wende des 18. Jahrh. in Deutschland schon etwas sagen will. Die übrigen Musiker sind ausübende Künstler. Geiger zum größtentheil, da meist eine abgebildete Violine den Grabstein ziert, auch einige Harfner, bei denen eine Harfe abgebildet ist. Isaak S. d. Salomo Harfner (1607), Abraham (1625), Lob Harfner (1628), Abraham S. d. Josef Harfner (1645), Efraim Fiedler (1662). '^?! IP'N NWU 'W) : 's? N'^'N 2^ '1 "D- '^"N p ^Ql 2'O^P72^! .-.'N N."! 25 tt'NIP NZ? „Freitag den 22. Siwan 5428 (1668). Hier ruht die „Mannaflasche"/) der Musiker Abraham, Sohn des greisen Hirsch Kubia; er war auch Mitglied des Orchestersvereins, der sich jederzeit zeitig in der Synagoge zum Empfang des Sabbath einfindet." ') Ein auf den Inschriften sehr häufig vorkommendes „epitketon ornans«.