Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 3 · p. Seite 368

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 3
Article
Aus Inschriften des alten Prager Judenfriedhofes
Date
1892-01-01
Page
Seite 368 (sequence 21)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2259275-2259319-2259323-2265252--2242-2265339
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

368 Neue Mitteilungen. „Gesammtkunstwerk" — beschränken. Dies spiegelt sich auch teilweise in diesen Inschriften, aber mit Abweichungen in beiden Richtungen. Daß ein Dichter in diesen Zeiten nicht ausstand, wird niemanden Wunder nehmen, eher, daß sich doch Ansätze zur bildenden Kunst finden. Architekt. V? s^ilN ^"M 55^' '2 ^221 22 :12V' '2 Ol' N'N N'^p l^^n ^2 ^2^Q N'NN!2N^N N2 722 -^221 1^2 mm N2U:N -2^ ^21^. 1N^2 N222^ „Dienstag, den 2. Tischri(?) 5386 (162S); Hier ruht ein weiser und verständiger Mann Inda Goldschmied de Herz'); allezeit war er klug und verrichtete in Andacht sein Gebet, von seiner Hände Arbeit nährte er sich und nach seinen Plänen wurde der ganze Bau der Pinkasshnagoge und ein Teil der Meiselsynagoge aufgeführt. Heil ihm!" Die Meiselsynagoge wurde nach einer später angebrachten Gedenktafel im Jahre 1535 von dem im Jahre 1550 gestorbenen Aaron Muschallem S. d. Jesaias Horwiz erbaut. War eS schon auffällig, daß aus dessen Grabinschrift 2) nichts davon zu lesen war, so ist die Hinfälligkeit dieser Annahme jetzt offenbar. Die Meiselshnagoge wurde 1590—1592 durch den berühmten Mordechai Meisel mit einem Kostenaufwand von mehr als 10,000 Thaler erbaut»). Die Pinkasshnagoge ist ein einfaches Rundgewölbe. Die Meiselshnagoge, ein Pfeilerbau, ist architektonisch bemerkenswerter. Das Mittelschiff bildet ein schönes Kreuzgewölbe, während die Seitenschiffe sich in Rundbogen daran schließen. Maler. Der Zweifel kann nicht unterdrückt werden, ob nicht hier ein bloßer Name vorliegt; jedenfalls soll eine Jnschr. mitgeteilt werden: A ^5512 L'^N "^2 "!P'N '^"N 22 :sÄ iLn '5 '2 - - N2 Nlll'T ttO"^ O"N "NN p „Montag, den 7. Nissan 5486 (1726); Hier ruht der greise Hirsch Maler S. d. Chaim Lissa, beschäftigt bei Reichen." — ') Ueber diese Bezeichnung weiter unten. 2) Gal-Ed No. 24. Darnach ist das dort Gesagte richtig zu stellen. 3) Auch der zeitgenössische Annalist David Gans kennt diesen Architekten als Erbauer der Meiselsynagoge. Bei der Pinkassynagoge handelte es sich damals um einen Umbau. Ein anderer älterer Architekt „Herz" wird auf einer verstümmelten Inschrift genannt, Erbauer der ebenfalls von Meisel begründeten „hohen Synagoge".

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.