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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 293

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Notizen / L. G.
Date
1892-01-01
Page
Seite 293 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Miscellcn. 293 (II, 288—292) betrifft das Cumberlandsche Schauspiel: „Der Jude", dessen erste Aufführung am 22. Aug. 1798 stattfand. Ich habe (Geschichte der I. in Berlin I, 115, II, 152 fg.) den Sachverhalt auseinandergesetzt und vier über das Cumberlandsche Stück damals geschriebene Schriften analysirt. Die eine dieser Schriften (von Luzes Walaroe) wird von dem Verfasser der kritischen Zeitschrift derb abgethan, nicht ohne gehässige Be merknng?n gegen Juden überhaupt, aber mit einer im Ganzen gerechten, gegen die übergroße Empfindlichkeit des jüdischen Schriftstellers gerichteten Tendenz. Der Artikel, der viel zu lang und zu unbedeutend ist, um hier wörtlich mitgetheilt zu werden, schließt mit einer bissigen Bemerkung, aus der ich nur die chatsächliche Notiz hervorheben will: „Uebrigens hat das Stück doch vielen Juden gefallen". Spen. Ztg. 5. Jan. 1815. Artikel „Wien" (aus dem C. v. D.): „Ein Abgeordneter der Israelitischen Gemeinde in Lübeck, welcher, im Einverständnisse mit den übrigen Gemeinden der jüdischen Nation, in den verschiedenen deutschen Staaten und Provinzen dafür arbeitet, daß auf dem hiesigen Congreß, durch eine allgemeine Sanction der deutschen Mächte, den Juden in ganz Deutschland das Bürgerrecht ertheilt werde, findet eine sehr günstige Aufnahme. Fast von allen Seiten interessirt man sich für das Gelingen dieser Forderung". Dieselbe Nr. unter „Vermischte Nachrichten". „Von den Sechzigern zu Hamburg ist der Antrag, den Judeu das Bürgerrecht zu ertheilen, zum zweiten Mal, doch nur mit einer Mehrheit von einer Stimme verwerfen worden". Die Vosf. Ztg. vom 25. Nov. 1815 bringt in ihrem Jnseratentheil folgende Anzeige: „Das J uden thum. Eine Schrift für die wahren Bekenner und die Lhätigen Freunde desselben. Unter diesem Namen beginnt noch im Laufe dieses Jahres im Verlage der Marcus'schen Buchhandlung eine Zeitschrift, welche das Judenthum in Beziehung auf Gottesdienst und religiösen Unterricht, nach reinern, dem Zeitgeiste und dem bürgerlichen Wohle angemessenen Grundsätzen darstellen und würdig behandeln soll. — Das Interesse, welches die in einem hiesigen Privattempel bereits vorge^ nommene und der Vervollkommnung immer näher schreitende Verbesserung des Gottesdienstes unter unsern Glaubensbrüdern des In- und Auslandes erregt hat, berechtigt uns, die günstige Aufnahme einer Schrift zu erwarten, welche nicht nur durch eine treue Darstellung aller hierorts statthabenden Einrichtungen den auswärtigen Gemeinden und Bekennern des Judenthums als Vorbild und Norm zur Nachahmung sich empsehlen wird, sondern auch 19'

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