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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 264

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Aus L. Zunz' Nachlaß
Date
1892-01-01
Page
Seite 264 (sequence 42)
Language
German
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264 Neue Mittheilungen. Materialien, den noch jetzt in seinem Nachlaß befindlichen Protokollbüchern des Vereins von A. Strodtmann in seinem Buche „H. Heines Leben und Werke" Bd. I sehr ausführlich dargestellt worden. Vielleicht bringt eine erneute Durchsicht dieser Quellen, zu der ich bisher keine Zeit gewinnen konnte, noch eine bemerkenswerthe Nachlese zu Tage. Betrachten wir die erhaltenen Briefe, so läßt sich nichts Wesentliches zur Geschichte des Vereins bringen. Von Ed. Gans, der eigentlichen Seele des Vereins, sind nur ein paar geschäftliche Billete erhalten. Heine, das gewiß nicht thätigste, aber in weiteren Kreisen sicherlich am berühmtesten gewordene Mitglied, ist mit keiner Zeile vertreten; in den Briefen Anderer an Zunz finden sich über ihn nur wenige Notizen. In Wohlwill's Briefen an Zunz kommen einzelne Bemerkungen über Heine vor, die hier kurz zusammengestellt werden mögen. 25. Juni 1829. „Wenn Sie H. Heine sehen, sagen Sie ihm gefälligst, daß ich unsere Correspondenz über das Abendmahl an Krug und Paulus zur Begutachtung senden werde". 7. Nov. 1829. „Heine hat mich erst einmal besucht. Heute sah ich ihn auf der Straße, da war er natürlich krank". 26. April 1830. „Heine, der neulich bei mir und sehr begierig war zu erfahren, was man dort über ihn und Gumpelino spricht, läßt grüßen. Von seinem Bruder Maximilian hat er keine Nachricht". — Des Zusammenhangs wegen mag hier auch eine Stelle aus einem Briefe von Markus angeführt werden. M. war gleichfalls Mitglied des Culturvereins und ist durch den Nekrolog bekannt geworden, welchen Heine ihm widmete. In einem Briefe von M., in welchem er seine Schrift über die abessimschen Juden an Z. überschickte, findet sich folgende Stelle (Nov. 1839): „In Paris, wo ich von 1825 bis 1830 fast ununterbrochen lebte, ist es mir in den ersten anderthalb Jahren sehr schlecht und später so so gegangen. So vernachlässigte ich zum Theil aus Mißmuth in der ersten Zeit das Schreiben nach Berlin und wußte später mein Stillschweigen nicht recht zu brechen . . . Mit vielem Bedauern habe ich aus Pariser Blättern Herrn Mosers Tod erfahren. Gans, sagte man mir hier, könne keinen Juden mehr sehen. Der Mann bleibt bei allem seinem Verstände ewig ein Narr. Heine, sagte mir Herr Münk, nähert sich den Juden wieder. Ich war gestern früh bei ihm, traf ihn aber nicht zu Hause". Auch von zwei anderen thätigen Berliner Genossen, Rubo und Jos. Lehmann erfährt man weniger als man wissen möchte. Aber eben weil sie dauernd in Berlin lebten, hatten sie Gelegenheit mit Zunz zu sprechen und brauchten nicht zur Feder zu greifen. Doch ist im Nachlasse, wie ich aus dem Cataloge desselben ersehe, ein Päckchen von Briefen Rubo's

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