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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 240

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Aus L. Zunz' Nachlaß
Date
1892-01-01
Page
Seite 240 (sequence 18)
Language
German
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240 Neue Mittheilungen. die gelehrte Form, über die ich mir mein Erstaunen von der Leber wegsprechen mußte, um zum Inhalt zu gelangen. In Bezug auf Ihre Resultate braucht man von nun an nur zu citiren, wofür man Ihnen nicht dankbar genug sein kann. Die Stimmung und der Ton aber, in dem Sie geschrieben haben, ist die größte Satisfaction, die den Juden seit lange geworden ist. Ihr Buch muß in dem uekomok-Büchelchen der Nation roth angestrichen bleiben von nun an in Ewigkeit. Amen. Wenn es übrigens hier nicht verboten wird, so gehört dies zu den vielen Jnconsequenzen, die hier zu Lande begangen werden". Zur Erklärung der letzten Stelle ist darauf hinzuweisen, daß Zunz' Schrift sich gegen die königliche Cabinetsordre richtete, welche den Juden die Führung christlicher Vornamen verbot. Zunz wollte den Nachweis erbringen, daß diese sog. christlichen Vornamen von den Juden zu allen Zeiten und in allen Ländern, selbst in denen geführt worden seien, in welchen das Christenthum keinen Eingang gehabt hätte, daß serner manche dieser Namen durchaus nicht christlichen, sondern jüdischen oder heidnischen Ursprungs seien, daß daher die Annahme derselben in keiner Weise als Neuerung bettachtet werden könnte. Veit, der in so merkwürdiger Weise den Geschäftsmann und den Gelehrten vereinigte, bildet wohl den besten Ueberganz zu den jüdischen Gelehrten, die unter den Correspondenten eines Mannes wie Zunz das beträchtlichste Continent stellen. Ich nenne, ohne den Anspruch zu erheben eine vollständige Liste zu geben: I. Derenbourg, Leopold Dukes, D. Fränkel, Z. Frankel, I. Freudenthal, I. Fürst, L. Herzfeld, M. Heß, Sam. Hirsch, S. Holdheim, Jellinek. M. Heß, der bekannte sehr freisinnige Rabbiner in Stadtlengsfeld, war derjenige, gegen welche sich Zunz' Besprechung der Weimarischen Agenda richtete. Heß begann 1845 als Beigabe zu seiner Zeitschrist „Israelit des 19. Jahrhunderts" ein Literaturblatt. Er richtete an Zunz ein gedrucktes Schreiben mit einem handschriftlichen Zusätze, in welchem er Z. das doppelte Honorar in Aussicht stellt, die Bitte und Beiträge enthaltend und die Notiz, er werde Z. unter seinen Mitarbeitern nennen, wenn Z. bis zu einem bestimmten Termin nicht antwortete. Da Z. die Antwort unterließ, so nannte ihn Heß unter den Teilnehmern. Darüber wurde Zunz, der gerade damals sehr schroff gegen die Freisinnigen aufgetreten war, sehr erregt, und verlangte Streichung seines Namens, die Heß dann auch in einem artigen Briefe zusagte. Ferner sind zu nennen: Johlson, Jost, Jsler, Kämpf, Kley, Lebrecht, S. D. Luzzatto, Sal. Münk, Rappoport, Js. Reggio, Saraval, Sachs, Steinschneider, M. Wiener, G. Wolf, Zedner,

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