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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 196

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Jugendarbeiten Ludwig Börne's über jüdische Dinge
Date
1892-01-01
Page
Seite 196 (sequence 3)
Language
German
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196 Neue Mitteilungen. sowie mehreren sonstigen Quellen — ergeben haben, als Einschaltungen jeweils folgen lasse. „Es sind nämlich" heißt es in dem Protokoll „diese Abgaben und Lasten folgende: 1. Das vormals an Kays. Majestät und demnach an S. Hoheit Unfern gnädigsten Fürsten und Herrn schuldige jährliche Schutzgeld". Dasselbe betrug fl. 3600 im 24 fl. (fl. 3000 im 20 fl.) Fuß und war von der Rechnei an die fürstliche Rentkasse abzuführen. — Zn den jüdischen Aufstellungen wird es „Opferpfennig" ^) genannt. Es darf nicht unerwähnt bleiben, daß die Absicht des Fürsten eine Zeitlang dahinging diesen ihm selbst zu Gute kommenden Betrag wiederum zum Besten der Tribuenten zu verwenden. Zm November 1806 nämlich hatte der Fürst dem jüdischen Philantropin 2) einen Beitrag von fl. 1000 geleistet und dessen jährliche Fortzahlung zugesichert. Nachdem derselbe bis 1808 ausgeblieben war wandten sich die Vorsteher an den Fürsten mit einer Bittschrift und es erging das folgende Znscript^): „Der G^eneral^-Commisfion; und wird die Eintreibung derjenigen „3000 fl. bestens empfolen, welche jährlich die ffurt. Juden in der alten „Verfassung dem teutschen Kaiser als Schutzgeld entrichteten und die „nunmehr der Souveräne Fürst zu beziehen hat, auch wirklich einmal „bezog. Die Beschleunigung ist um so zweckmäßiger, als ich entschlossen „bin, nicht nur 1000 fl. für das Judenphilantropin zu verwenden, sondern „auch die andern 2000 fl. dazu bestimmen werde, um Zudenknaben in „Künsten und Manufakturgegenständen unterrichten zu lassen, vetur „eopia von diesem Jnscripte den Supplikanten. — Aschaffenburg 23. Aug. „1808. Carl." 2. „Das an das städtische Rechenei-Amt alljährlich zu bezahlen gewesene Schutzgeld". Betrug fl. 2000 im 22 fl. Fuß^) — fl. 2181 : 50 im 24 fl. Fuß. Die Zudenschaft bemerkte in ihrer Vorstellung vom 15. Februar 1808 sie möchte, wenn sie an S. Hoheit als höchstem Souverain und Landesherrn ein jährliches Schutzgeld bezahlen solle, von einem abermaligen an das Rechnei-Amt doch gnädigst zu verschonen sein. 3. „Der Zins für den zu einem Theil des Jüdischen Vegräbniß- Platzes überlassnen städtischen Garten". Sog. „Gartenzins" fl. 250 im fl. 22 Fuß — fl. 272: 44 im fl. 24 Fuß. (Nach Steitz.) minister Beust bilden; serner H.eta eomm. Zsn. II?ase. II Nr. 10 eine von den Juden aufgestellte Tabelle, dsgl. eine Anlage zur Vorstellung vom 13. Mai 1807 u. a. m. S. über denselben Kracauer in dieser Zeitschrift Bd. III, S. 362 ff. 2) S. oben V, 251 u. S. 203 unten. 2) Original im Mr. Stadtarchiv HZIb. v. 62 5 2. S. ferner Bärwald a. a. O. 1875 S. 17 u. weiter unten. (Aug. nicht Sept. ist das Datum des Inscripts). 4) Der 22 fl. Fuß ist ein auf die alte Batzenwährung zurückzuführender Rech-

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