Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hebräische Drucke in Deutschland
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 185 (sequence 32)
- Language
- German
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Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. 185 daraus, daß Jacob jedenfalls 1793 noch lebte; er hat wohl auch die Siegel geschnitten. Durch die Gefälligkeit meines Freundes vr. S. Neumann, welcher den literarischen Nachlaß Landshuth's besitzt, kann ich aus den Noten des Letzteren zum ungedruckten Verzeichniß der hiesigen Grabschriften Folgendes mittheilen: Jacob b. Abraham (^drakamson), K'önigl. Medailleur u. Stempelschneider aus Meklenburg-Strelitz, geb. 1722 (Preuß, Gesch. Friedr. d. Großen III S. 437) oder 1723 (Nicolai, Beschreibung v. Berlin III, Anhang S. 22), erlernte in poln. Lissa die Wappen- und Steinschneidekunst. Er wurde 1752 bei der Stettinischen Münze als König!. Wappenstecher und 1757 in gleicher Eigenschaft bei der Münze in Königsberg in Preußen angestellt. Viele Denkmünzen auf verschiedene Personen und Gelegenheiten begründeten seinen Ruf als Meister seiner Kunst. 1755 fertigte er eine Denkmünze auf die Jubelfeier der Universität Königsberg. Er heißt in der Grabschrift Abbreviatur von ^MN2, eigentlich Siegel stechend, dann Siegelstecher, Medailleur. Auch Hartwig Wesselh im 2. Sendschreiben (1786) rühmt ihn als Jakob — Jrrthümlich ist Jacob die Denkmünze auf Naierotts (gest. 24. Sept. 1800) beigelegt, welche von seinem Sohne ^drakara herrührt^). — Jacob starb am 25. Sivan 560 (1800) im ehemaligen S. Weitzschen Hause, Spandauerbrücke 2. (III, 271 ff., zum Kalender) schrieb mir Hr. Di-. Brann (7. Oct. 1889 y: Schon auf dem Titelbl. des Berliner Kalenders für 494 (1733/34) heißt es Imit hebr. Lett.Z: „Mit Consens der hochlöblichen SocietäL dero (so) Wissenschaft" und in der Approbation, datirt Mittwoch 24. Adar 493, von Jakob Josua aus Krakau, dessen Sitz in Berlin :c., ist davon die Rede, daß auf Befehl des Königs und Anordnung der Societät der christliche Kalender nach den Nationen, Sprachen und Gebräuchen gedruckt werde, für die Juden aber Ah ron den Auftrag erhalten habe, den Kalender besser als die früheren herauszugeben, wie dem Schreiber selbst befohlen worden ('N'lL^:), den Befehl des Königs in diesem Kalender mitzutheilen, um das Volk zu warnen. Ebenso heißt es zuletzt bei den Finsternissen in deutscher Sprache (hebr. Lett.): Es werde hier zu nach Recht kund gethan, daß die große Leroros (Herrschaften) Soeiete haben mit ihrer großen Vernunft und Verstand ausgerechnet als ^daU in diesem Jahr, ') F. A. de la Roi, Die evangel. Christenheit II, 1891 macht Abramson zum Christen, seine Quelle ist Brockhaus Lexikon und die Deutsche Biogr., die, wie wir gesehen. Nichts davon weiß. Wo ist er begraben? 2) Ich lasse einiges Unwesentliche weg.