Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 184

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 184 (sequence 31)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2259275-2259319-2259322-2265009--2031-2265118
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

184 Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. Persönlichkeiten bis Nr. 36, dann folgt ein Verzeichnis von 24 Denkmünzen auf verschiedene Ereignisse, welche nicht bei ihm zu finden sind, indem nur die Eigenthümer der bestellten Stempel darüber zu disponiren haben, endlich folgen 7 „Aufmunterungsmünzen". — Das Bildnis Abramson's steht vor dem 86. Band der ökonomischen Enchklopädie von Kriinitz- Flörkisch (1802). Hieraus geht zunächst hervor, daß die angebliche Denkmünze auf die Errichtung der jüdischen Freischule eine der beliebten Falschmünzereien Carmolh's ist. Aus Meusel sind wenige Zeilen in Meher's Künstler-Lexikon und in die Allgemeine deutsche Biographie I, 21 übergegangen, wo sein Todesjahr 23. Juli 1811 angegeben, er selbst als „Münzmeister" bezeichnet ist, Von Abr. erschien folgendes Schriftchen: Versuch über den Geschmack auf Medaillen und Münzen der neueren in Vergleich mit jenen aus älteren Zeiten von Abramson »hne Vornamens, Königl. Preuß. Medailleur, Mitglieds der königl. Akademie der bildenden Künste zu Berlin, wie auch verschiedener auswärtiger Akademien. Berlin 1801 (56 S.) kl. 8«. (2 Exempl. in der k. Bibl.). Dieses Schriftchen enthält einen Abriß der Münzkunde vom ästhetischen Standpunkte und befürwortet hauptsächlich, daß historische Begebenheiten nicht auf Medaillen, sondern auf geprägten Münzen verewigt werden sollten. Seite 49 erwähnt er, daß auch Mendelssohn daran dachte. Ohne Zweifel bezieht sich das auf Mendelssohns Rathschläge bei den Münzoperationen Friedrichs II. mit dem Hofjuwelier Beitel Heine Ephraim (s. Kahserling, Mendelssohn S. 57; Geiger, Geschichte II, 140) Bei Jost, Gesch. der Juden IX, 100 heißt unser Künstler „der „Hofmedailleur Abrahamson der Jüngere". Eine Confusion von Vater und Sohn hat Lesser angerichtet. In seiner Chronik der Gesellschaft der Freunde S. 16 heißt es: Der Hofmedailleur „Freund" Abramson hat die Siegel der Gesellschaft geschnitten; in der Liste S. 19 n. 63 ist nur Jacob Abramson zu finden mit dem Todesjahr 1811. Es ergiebt sich!) Ich bemerke bei Gelegenheit, daß V. H. E., oft kurzweg „Ephraim" genannt wird. Er ist bekanntlich der Stifter der ältesten jüdischen Berliner Lehranstalt, welche, 1856 wissenschaftlich reorganisirt, Zunz, Aub, Geiger, Haarbrücker zu ihren Lehrern zählte (sie ist im Statistischen Jahrb. des Deutsch-Israel. Gemeindebundes 1890 nicht zu finden). Sein Sohn, der Hofjuwelier Ephraim Veitel hat für jene Lehranstalt ein Legat hinterlassen und eine Familienstiftung errichtet, welche von besonderen Curatoren verwaltet wird; s. Lebrecht's Vorbericht zu den: Wissenschaft!. Blätter aus der V. H. Ephraim'schen Lehranstalt, S. XII.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.