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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 177

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 177 (sequence 24)
Language
German
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Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. 177 Ergebniß der „scharfsinnigen Prüfung", daß das „ganze" Machwerk höchst wahrscheinlich aus der Feder des Isaak Satanow nnd Saul's geflossen sei. Zunz (Ritus S. 226) sagt aber nur: „voll mit Redensarten, nach der Manier von Isaak Satanow". Grätz XI, 167 findet in der Anm. 1 das, was Jost vorbrachte, „nichtssagend", schreibt aber doch im Texte: „Wahrscheinlich in Verbindung mit dem Fälscher Isaak Satanow"; das ist Geschichtsfälschung. Niemand hat meines Wissens Satanow der Theilnahme beschuldigt, selbst nicht Carmolh (Ka-Oredim, S. 39, worauf Grätz XI, 165 in Bezug aus Saul hinweift). Die Fälschung ist von dem Vater des Fälschers in gutem Glauben, was schon etwas befremdet, approbirt; er vertheidigt sie aber auch gegen gerechte Angriffe, wahrscheinlich erst 1794, wo das Nähere folgen wird. Ueber Saul's einzigen Sohn, Lewin Saul (oder Levy Schaulssohn) Fränkel, Landesrabbiner in Schlesien, welcher im I. 1809 Katholik wurde, aber als bußfertiger Jude gestorben sein soll, findet man genaue Daten bei Brann in der Monatsschr. 1881, S. 378 und in Gesch. des Landrabbinats in Schlesien, Sonderabdr. aus der Jubelschrift zum 70. Geb. des Prof. Grätz, S. 50 ff. (S. 59: „Das Streben nach Aufklärung, Fortschritt und Reform" als Motiv zur Taufe ist wenig begründet, die Mission hat sich meist aus Orthodoxen rekrutirt)» — Satanow schloß mit dem III. Theil (Semirot ^saxk) seine Asaph-Fiction ab. Hinter dem I. Bande findet man häufig das, noch nicht enträthselte Schriftchen Neduot ka-^eleä (Prophezeiung des Kindes)') mit dem Commentar Satanow's, der sich die historisch-kritische Aufgabe leicht gemacht hat. Das Schriftchen ist schon 1726 und 1788 und auch später ohne Comm. gedruckt (H. B. II, 63). Das Druckj. 1793 im Catal. Bodl. p. 2504 beruht auf der Wahrscheinlichkeit, daß im Chronogramm, „262 des Lebens Jsaks", das 62. Lebensjahr des Commentators angedeutet sei. Zedner S. 603 giebt NOj?n an, was Benjacob S. 391 n. 13 nicht als Druckfehler erkennt (ek. Roest S. 892), aber dazu 1789, wofür ich (Pol. u. apolog. Lit. S. 369, ek. 408) 1788 gesetzt habe, weil der I. Theil der Mischle Asaph noch 1788 beendet ist. — leeret ua-koäeLek über ehelichen Umgang von Moses b. Nachman (7 Bl.) hat zuletzt ein Gedichtchen, überschrieben INN nix^, offenbar von Satanow. Catal. Michael 1177 giebt 1823 an, zählt also das unbezeichnete im Chronogramm. — Unbekannt scheint: Rosenlied der Korahiten. Bei der hohen Vermählungsfeier der k. Prinzen mit den Prinzessinnen von Mecklenb.-Strelitz gesungen in der Synagoge zu Berlin. December 1793 (nach Psalm 45). Gedruckt Zur Abfassungszeit ck. die Note in ms. Bodl. 2569, Neubauer x. 1120.

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