Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 170

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 170 (sequence 17)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2259275-2259319-2259322-2265009--2017-2265104
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

170 Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. storbener Rabbiner; ka-(?a1H ne-ka-OKatum, Verzeichniß seiner, zum Kauf angebotenen Schriften, nebst 8iaek ^isekak, Bemerkungen zur Haggada (die er 1785 herausgab). Ich habe dieses höchst seltene Schriftchen nie gesehen, Benjacob hat es aus dem Michael'schen Cataloge anzugeben vergessen; ich folge Zedner S. 373. Fürst III, 252 übertrifft hier sich selbst; er läßt das Schriftchen über das Buch Lesamim kosek handeln mit Verweisung auf S. Berlin (d. i. I, III, wo richtig 1793 angegeben ist); den Anhang confundirt er mit dem homonymen vom I. 1797. — Auf Satanow's kleinem Sittenbuch (Ka-NiäSot) nennen sich die Setzer Baruch b. Meir Ba schwitz in Franks, a. O. und Samuel b. Naftali Hirsch aus Jesnitz (s. 1790). l^Das Lexicon s. 1783.^ Außerdem erschien das 3. Sendschreiben Wessely's (s. 1785); eine 3. Auflage von Maimonides logical. Terminologie mit dem Commentar des, hier zuerst genannten Mendelssohn, dessen Mitarbeiter am Pentateuchcommentar, Ahron Jaroslaw b. Sacharja Friedenthal" bei Fürst II, 363!^ der Herausgeber ist. 1785 brachte Satanow's Ausgaben verschiedener Gebetbücher: Das tägliche Gebetbuch, mit 2 Titeln: leölla mikkol ka-8edava und Siääur va-^e'etAr ^ekak, mit Bezug auf die, oft angebundene Schrift dieses Titels, über welche Einiges zu bemerken ist. Sie enthält (auf 48 Bl.) sprachliche Bemerkungen zum Gebetbuch mit Benutzung von 4, auf dem Titel genannten Autoren. Die Approbation auf dem Titelrücken unterschreiben angeblich 14 Autoritäten. Zu diesem Unterschleif passen nicht die Schlußworte, in denen die Wahrheit als das höchste Gut verherrlicht wird! Sat. bezeichnet diese Schrift als die Erstlingsfrucht der Freischule; sie wurde 22. Tantums 1784 begonnen, das Nachwort ist datirt 15 Schebat 5545; man hat also beinahe 7 Monate daran gesetzt. Auch die Ka.Maäa mit deutscher Übersetzung von Joel Bril (Löwe), Blümchen Friedländer gewidmet, corrigirte Satanow; in gleicher Tendenz edirte er Leliekot (Bußgebete) in dem bereits seltenen Folioformat. Zunz (Ritus S. 175 und Beilage IX, 231) erkennt wohl das Streben nach grammatischer Herstellung an, vermißt jedoch die historische Kenntniß und den Gebrauch von mss. Es handelte sich aber nicht um kritische, sondern um zweckmäßigere Ausgaben. Einige Schwierigkeiten bietet die Feststellung des Druckjahres von Satanow's OtnsaLou (Handb. S. 124), offenbar einer Nachahmung der Makamen, nicht Charisi's, sondern Immanuels (s. 1795), jedoch ohne Frivolitäten; ob mit dem hier ebenfalls eingeführten „Fürsten" eine bestimmte Persönlichkeit gemeint sein soll? Zunz (Ges. Schr. I, 19) findet darin echte Komik. Er bemerkt vorsichtig, das Buch sei 1775 „verfaßt", denn f. 31 wird das I. durch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.