Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hebräische Drucke in Deutschland
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. 169 I^68ekarLm l'edilla 1780, Nillim I,e1oka 176V) Sitte keuauot 1773. Also ist ungefähr der vierte Theil des Verzeichnisses sicher nicht aus der neuen Druckerei hervorgegangen! Es bleiben auch noch 5 Nummern, die ich nicht nachweisen kann: ^lek Let auf Tafel mit Segenssprüchen (Preis 2 Groschen), Lirekat Lrusiu u-Nesniu (wahrscheinlich 1 Blatt) mit Deutscher Uebersetz ung (1 Gr.), LosekaaQot für Laubhüttenfest, NeAillot in Rollen, punktirt für Kinder — Alles dies ist schwerlich noch zu finden; Sekiseka NLektadim, 6 Schreiben des Frankfurter Rabb. Saul (12 Gr.) habe ich im Catal. Bodl. p. 250d als unbekannt bezeichnet; Landshuth, 1. e. S. 106 nimmt keine Notiz von diesen, vielleicht für die Controverse interessanten Briefen, welche noch aufgefunden werden könnten! — Von einzelnen Büchern sind verschiedene Ausgaben („fein", „mittel") gemacht worden. Ueber den Betrieb dieses Buchhandels in jenen Jahren ist mir keine Quelle bekannt t); aus dem Verzeichnisse ersehen wir, daß der Verkäufer ein, in jenen Kreisen geachteter Lehrer war?), Grund genug für Grätz (XI, 132, 362), um ihn mit Lauge zu begießen/ Die Überschrift des Verzeichnisses ist auf die Mehrheit der Bücher zu beziehen, die wir nunmehr chronologisch und in jedem Jahre nach alphabetischer Ordnung der Titel aufzählen werden, wenn nicht andere Gründe vorwalten, indem wir bei einigen auf besondere sich daran knüpfende Umstände hinweisen. Im Allgemeinen zeigt sich, daß die orientalische Buchdruckerei nicht vom Zufall den Stoff empfing, sondern daß sie für einen gewissen Jdeenkreis arbeitete, der eben die sogen. Mendelssohn'sche Schule charakteristrt und in Gesellschaften zum Ausdruck kam 2). 1784 erschien ohne Firma das, schon von neuer Studienrichtung angehauchte Okuwre Nawita, Specimina verschiedener Schriften von Gedalja Lipschütz. Satanow edirte seine Schriften: Imre Lina, Übereinstimmung der Tradition und Forschung, mit fingirten Approbationen längst vert) Carmoly (bei Jost, Gesch. d. Judentums III, 398, s. unten zu 1793) macht Satanow zum Leiter der Druckerei; man seierte das Ereigniß durch eine „Abrahamson'sche (sie) Münze"; s. dagegen Nachtrag. 2) Sein Lehrbuch Abtalion, empfohlen von D. Friedländer, erlebte in 15 Iahren 5 Auflagen an verschiedenen Orten. 3) Bei Gelegenheit erwähne ich hier eine Notiz auf der Titelrückseite des Sammlers 1785: „Der Künstler Moses b. Samuel Berlin, genannt Löwe, hat (durch Gnade des Königs) den Befehl erhalten, eine neue Kupferstichpresse hier pn Königsberg?^ anzulegen". Iolowicz, Gesch. d. Juden in Königsberg S. 102, spricht nicht davon.