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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 168

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 168 (sequence 15)
Language
German
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168 Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. der „Biuristen" (Exegeten und Uebersetzer) wurde eine der Puristen. In dem Berichte des Ministers v. Münchhausen (bei Ritter I. e. II, 39) sind die Worte „um die Kultur der hebräischen Sprache durch Erleichterung des Erwerbes der darin geschriebenen Bücher zu befördern", offenbar nur ein Referat aus der Eingabe. Am 6. April 1784 befiehlt der Minister von Gaudi, von der jüdischen Freischule wegen der erhaltenen Concession zur Anlegung einer „orientalischen Buchdruckerei und Buchhandlung, da solche eine nützliche milde Stiftung betrifft, keine Gebühren zu fordern (Ritter 1. e. S. 40). Diese Concession erhielt die k. Bestätigung schon am 3. Febr. 1783 (Ritter S. 41); wir haben aber gesehen, daß die Drucke jenes Jahres noch keine Firma tragen, mit Ausnahme von Satanow's Schriften (25 Bl.). 1784 erscheint die Bezeichung "^."i N"QN und „Verlag der jüdischen Freischule" mit deutschen Buchstaben; seit 1796 wird die Bezeichnung: „Orientalische Buchdruckerei" stehend (wonach der Art. Jüd. Thpogr. in Ersch. S. 90 zu ergänzen ist). Das Wort „orientalische" sollte wahrscheinlich eine Umgehung des gescheueten Wortes „hebräisch" sein; hingegen war es mit der Buchhandlung sehr ernst gemeint, denn diese versprach mehr Gewinn als der bloße Druck, obwohl die Preise nicht hohe waren. Die letzteren erfahren wir aus einem alphabetischen Verzeichnis welches ich auf dem blauen Umschlage des 8ekire ILLeeret Heft III, 1792 gefunden habe. Dieses ist überschrieben (mit hebr. Buchst.): „In der orientalischen Buchdruckerei der jüdischen Freischule sind folgende Bücher herausgekommen (!) und für beigesetzte billige Preise bei mir zu haben. Ahron Wolf söhn". Bei diesem Verzeichnisse, welches wahrscheinlich beim Einbinden des vollständigen Buches in der Regel vernichtet worden, müssen wir einen Augenblick verweilend). Es sind ungefähr 60 Artikel ohne Druckort und Jahr, darunter einige Abdrucke aus dem Neassek (dessen VI bis dahin erschienenen Bände 12 Thaler, für die weiteren Pränumeranten 8 kosten). Außerhalb Berlind gedruckt sind: (Zku- Wa8ed in Franks, a. O. 1784, ^eriat Lekelomo v. S. Pappenheim Dhhrenfurth 1784, Kens Wääak von Baruch Sklow in Prag 1784 (der Verf. gab das Buch wohl in Commission), Ledaare Re'iwa, hier dem Herausg. Sal. Dubno beigelegt (Verf. ist Salomo b. Moses Chelm) erschien schon 17KK in Franks, a. O. Aber auch Berliner ältere Drucke sind hier aufgenommen, nämlich iKKeret L. Cd. 1762, 0r li-Netiba 1783, Liur Tokslet 1770, ^esoä Olain 1778, Okoekwat Lekelomo 1783, ^eu I^ekanoQ 1776, ') Die kurze Notiz im Art. Jüd. Typogr. S. 90 wird hier theilweise berichtigt.

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