Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hebräische Drucke in Deutschland
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. 167 dien S. 89; Grätz XI, 590; Landshuth 1. e. S. 85 und S. 120 über eine Controverse v. I. 1774; Kayserling, Mendelssohn II, S. 308; Ritter 1. e. S. 47); es wurde im selben Jahre von D. Friedländer ins Deutsche, 1783 von Elia Morpurgo ins Italienische übersetzt (Oori-ia in 4", s. De Rossi, I^idri Ltawxati) x>. 59). Das Original ist selten allein, gewöhnlich mit den nachfolgenden Sendschreiben zusammen zu finden (s. unter 1785) ^). 1783 erschien noch ohne Verlagsangabe Liäre l^okora über Josef Karo, Menstruationsgesetze von Elchanan b. Samuel Aschkenasi (falsch 1773 in Cat. Michael 3142), ferner von Satanow 8aka sekst, Theil II. des Buches 8ekoi'A5e1um oder (^eä^riw, über die Homonymen und Derivata jeder hebr. Wurzel, mit der Jahrzahl 5543 und 5544 (29 Bl.), von Satanow 2), und desselben Specimen eines zweiten Sodar mit einer fiugirten Approbation (f. Rosenthal n. 1768). Roest (S. 478) setzt dazu in Klammer „jüdische Freischule", es steht aber nur die hebräische Bezeichnung (s. unten). Die Originalausgabe vom Pentateuch mit Commentaren und Mendelssohns deutscher Übersetzung erschien bei I. Georg Starcke, privil. Bruchdrucker, aber der Corrector Jehuda Loeb b. Seeb Wolf (Catal. Bodl. Q. 934, Jahrzahl berichtigt in „Addenda") ist offenbar der frühere Setzer, der vielleicht als Factor bei vielen vorangegangenen Drucken fungirte. Die Einleitung (0r la-Aetids.) von Mendelssohn ist ohne Firma besonders gedruckt, das Plagiat des grammat. Theils davon (I^eseZion ka- Sakad „Die goldene Sprache" zc.) ist 1783 datirt, aber schwerlich in Berlin, gewiß daselbst nicht in diesem Jahre gedruckt. David Friedländer und sein Schwager Jtzig, Sohn des freigiebigen Daniel Jtzig Jafe — im Stempel auf den, nunmehr zerstreuten Büchern seiner Bibliothek ,5? 55^! '^'N v. 5." d. h. Daniel Jtzig (H. B. XIX, 8, XX, 87, Neubauer's Facsimile 16)^) — Vorsteher der neugegründeten Freischnle, richteten ihr Augenmerk auch auf die hebräische Presse, offenbar nicht lediglich als Mittel zur Erhaltung der Schule, da die letzten Jahre einen bedeutenden Reinertrag nicht versprachen. Die Presse sollte die entsprechenden Bücher nicht bloß der Schule, sondern auch den Erwachsenen liefern, und das Hebräische war damals die überall verstandene, auch die wissenschaftliche Sprache, welche selbst purificirt werden sollte — die Schule ') 1781 erschien in Berlin anonym die Denunziation des Satyrikers Crantz gegen den Rabbiner zu Altona wegen eines von demselben erlassenen Bannes. ~) Dieses Buch fehlt in meinem Handbuch S. 124; die Anm. in meinem Catal. Bodl. x. 2504 n. 13 ist zu berichtigen. s) Ueber Daniel und Familie s. L. Geiger, Gesch. II, 147.