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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 155

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 155 (sequence 2)
Language
German
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Steinschneider: Hebräische Drucke in Deutschland. 155 p^lk" ttv (Grammatik zu diesen Zeiten, „die da einkehren, kehren nicht wieder" Sprüche 2, 19)'). Zuuz (Gott. Bortr. S. 451) bemerkt: Der erste Versuch, in die nationale j> h. jüdisches Literatur die hochdeutsche Sprache einzuführen, ging im Jahre 1760 von Berlin ans. In der Note dazu bemeM er: In dem Wörterbuchs Mllim I^eloka ss. oben III, 269 unter 1760^ findet man bereits den Gebranch des Hochdeutschen, welches Mendelssohn zu verdanken ist. Jehnda (Loeb) Minden b. Joel, Mitglied der Gemeinde, hat hauptsächUch einen Auszug aus D. KimchL's Wörterbuchs gemacht und die Wörter hochdeutsch übersetzt. Er hat insdesondere die deutsche Jugend im Auge und rügt das corrupte Deutsch in den gewöhnlichen Hülssmitteln Newnnneä Siaek) Leer Noselie ete. 2-52^ 2: .^N"^ ^''.'.vp O'N^N I^TI^iN Nd^ INN'^ 1^^ l^'X- Es sei mir hier gestattet, einige Beiträge zu den Ansängen des Hochdeutschen bei den Juden mitzutheilen. Wenn ich mich recht erinnere, bemerkt schon Phöbus ans Metz in seiner Elementargrammatik in jüdischdeutscher Sprache iMasaeli da-^etaeli, Amst. 1719), daß die deutscheu Juden, im Gegensatz zu den sogen, portugiesischen, das Hebräische nicht grammatisch betreiben, weil sie auch ihre Landessprache nicht regelmäßig erlernen. Em Zeugniß gegen das Indisch-deutsche v. I. 1739 s. unten (zum I. 1766). Im I. 1747 erschien in Verlin ein deutscher „Schachtractat, ausgegeben von dem Juden Hirsch Baruch" (in deutschen Lettern). Ueber die Persönlichkeit desselben scheint nichts bekannt zu seiu. (S. Schach bei den Juden S. 183; Van der Linde, Gesch. d. Schachsp. II, 28, 233, im Index S.589 ist Barnch und Hirsch irrthümlich gesondert.) Benjamin b. Salman Lreneburg aus Homburg begann eine deutsche Zeitung mit hebr. Lettern, betitelt: „Der große Schauplatz, lust- und lehrreiche, auch traurige und wunderliche Geschichten," wovon leider nur ein halber Bogen bekannt geworden (H. B. I, 7, XV, 63); derselbe edirte 1750 i i Neuwied (nicht Cöthen, wie bei Benjakob, Thes. 438 n. 34) ein Schristchen, betitelt SeKnIIat 5IelA<MrN) auch Medicinische Schatzkammer :c., enthaltend Hansmittel u. dgl. Der Columnentitel „Schrift von Toetor (Barts?) läßt vermuthen, daß das Schristchen eine einfache Umschreibung eines, mit deutschen Buchstaben gedruckten sei (Hebr. Bibliogr. ') Die Sprachanschauung damaliger Zeit charakterisirt ciue Anekdote. Mendelssohn zeigt einem zum Kaffee geladenen polnischen Juden in Adclung's Wörterbuch, daß es Sahne, nicht Sohne, heiße, worauf dieser erwiedert: „Ein Goi sogt Sahne, uu die ganze Kehille (Gemeinde) sogt Sohne, wer(d) ich sogen Sahne!"

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