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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. 154

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
154 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Hebräische Drucke in Deutschland. Von Moritz Steinschneider. (Berlin 1762—1800.)') In der Periode, welche diese Aufzeichnungen abschließt, vollziehen sich bekanntlich in der civilisirten Welt Veränderungen, welche an innerer Bedeutung alle diejenigen überragen, die man als epochemachend, im engsten Sinne des Wortes, für Gesckichtseintheilung ansieht. Ihre Einwirkung auf die deutsche „Iüdischheit" wird erst in einer späteren Zeit erkennbar, wie der eingefrorene Trompetenton Münchhausens erst im Frühling hörbar. Aber für die Juden ging in der Periode Mendels söhn's von Verlin eine Umgestaltung des Erziehungswesens aus, welche die deutschen Juden für den Eintritt in das nationale, das heißt hier in das staats- und weltbürgerliche Leben vorbereitete. Wir werden diese, oft genug geschilderte Umwandlung auch in der Geschichte der hebräischen Presse sich einigermaßen abspiegeln sehen. Die Persönlichkeiten, die in den Vordergrund treten, sind wiederum fast ausschließlich eingewandert e. Der eingesessene „privilegirte" Jude vertrat überall meistens die ausschließende Engherzigkeit, die sich selbst nur als Ausnahme zuläßt. Er hatte bald vergessen, daß schon sein Familiennamen meist auf Einwanderung hinwies — daran knüpft sathrisch A. Wolfssohn mit „Katzenellenbogen ine-Halberstadt" (Leichtsinn und Frömmelei oder R. Henoch)?). Man pflegt die civilisatorische Einwirkung Mendelssohns auf die hochdeutsche Übersetzung des Pentateuch (1778—1783) zurückzuführen, die allerdings in großem Maaßstabe, namentlich auf die Juden im Norden uud Osten, gewaltig einwirkte und zugleich das in jenen Gegenden vernachlässigte grammatische Studium des Hebräischen wiedererweckte — was wiederum an Reb Henoch's Wort erinnert: .1^2 1^.^ ') S. Bd. III, S. 262 ss. In Bezug auf den angehängten Artikel: „Der Berliner Kalender" habe ich von den Herren vr. Brann und Hammerschlag Mittheilungen erhalten, welche ich, nebst einigem Anderen, in einem Nachtrage geben werde. Nicht von Js. Euchel (wie Catal. Bodl. x>. 2718).

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