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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 133

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Wolf Breidenbach und die Aufhebung des Leibzolls in Deutschland
Date
1892-01-01
Page
Seite 133 (sequence 8)
Language
German
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Silberstein: Wolf Breidenbach und die Aufhebung des Leibzolls. 1ZZ „Dem kurbessisenen NMaetor unä knrstlieb Isenburg'seben Cammer- Agenten, Herrn Lreiäenbaen vvirä ank seine äem l^urLürstlieben (Gouvernement übergebene Vorstellung äie nierauk von Keiner l^nrer^an^leriseben (zrvaäen erfolgte gnääige Lntsenliessuvg üabin eroK'net) ^ie nemlieli Leine kurLürstliene (^naäen änren äie von geäaebtein Xammer Agenten in äer ernannten Darstellung angebraebten voll^iebtigen Lsrünäe so^onl, als äuren äie von äem V^ertreter seiner Nation selbst mit so vieler ernst- Natten Tätigkeit, Marine unä Ileber^engung betriebenen, ibm ^urn kubrae unä 2nr Lbre gereiebenäen mevsebenkreunälieben xersönlieben Ver^venäungen belogen, äen ^uäenleib^oll alsbalä, niebt allein in ^nsebung äer^'enigen fremäberrisenen ^luäen in Nöebstibrem k'ürstentbume ^.senan^enburg aukgeboben, in äeren I^aväen 6er ^näenleib^oll bereits anigeboben ist, sonäern äass KöebstZieselben auen Deiters bekoblen baben, mit 6en benaenbarten Regierungen unä L^an^leien, ^o äer Fuäenleib^oll noen bestebt, in Oommunieation 2u treten, 6amit in soleben geäaebter I^eib^oll noen aufgenoben ^eräe, inäem Leine Xurkürtlieben Anaäen 5est entsenlossen sinä, äiesen Zoll überbauet in ibrem ganzen ^ürstentbume ^senan^enburg gan^lieb unä ebne ^usnanme auk^ubeben^. Kurz nachdem Breidenbach Dalberg s Protektion gewonnen, wandte er sich auch, durch die Dalberg'sche Regierung auf's wärmste empfohlen, am 8. Februar 1804 an die Fürsten von Nassau (Nassau-Usingen und Nassau- Weilburg), um auch in diesen Ländern die Aufhebung dieses schmachvollen Zolls zu erwirken. Wir benützen das an diese Fürsten gerichtete Schreiben, das bisher unseres Wissens noch nirgends veröffentlicht worden ist, gern, um an ihm Breidenbachs Eigenart, seinen Mannesmuth, wie seine staatsmännische Begabung nachzuweisen, wobei wir tiefe Einblicke in seinen hellen Geist, seinen klaren Kopf, wie in sein warmes, menschenfreundliches Herz empfangen. Nachdem Breidenbach in seiner umfangreichen Eingabe vor Allem darauf hingewiesen, daß es ihm theils in Verbindung mit anderen Glaubensgenossen, theils allein gelungen, in Kurhessen, Hohenlohe, Neuwied, Wied- Runkel, Braunfels, Solms-Rödelheim die Aufhebung des Leibzolls zu erwirken, sowie für die Beseitigung dieses Zolls die warme Theilnahme des Fürsten zu Isenburg, des Landgrafen von Homburg, des Grafen von Solms- Laubach, des Kurfürsten, Erzkanzlers Karl von Dalberg zu gewinnen, bezeichnet er den Judenleibzoll freimüthig als ein Denkmal der Barbarei und der Intoleranz, das unweigerlich vernichtet werden müsse. Wenn auch im ersten Augenblicke die Staatskassen die Entbehrung dieser Revenuen nicht 9*

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