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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 2 · p. Seite 119

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 2
Article
Aus Straßburger Judenacten
Date
1892-01-01
Page
Seite 119 (sequence 5)
Language
German
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Breßlau: Aus Straßburger Judenakten. 119 länger als zwei Jahre keine Abgaben, 2. er löste nicht ein, was er Gott gelobt, 3. er brach ein bei uns, Füchse fielen über uns in Rede und That, wie Ihr ja wißt, daß der Herzog unfern Schmuck und unsere Haut uns abgezogen, indem er fortwährend uns sagte, ihr müßt zahlen, was jener Jude mir Schlimmes gethan. Also wißt, daß jener Mann nicht recht gegen uns gehandelt in vieler Hinsicht, ja wißt, daß er ein halbes Jahr, bevor ihm der Gedanke gekommen, sich an uns zu vergreifen, schon Schlimmes geplant hat, das hat uns dies Alles gebracht und wir hören von vielen Nichtjuden, daß er ihre Pfänder mitgenommen, geringen und hohen Werthes^). So hat der . Mann gehandelt. Wir aber wollen jeden Schein der Entweihung seines heiligen Namens vermeiden, ihn vielmehr zu Ehren bringen, so sprechet dem Manne zu Herzen, daß er Rücksicht ^) nehme auf die Gläubiger, „vielleicht gibt es Hoffnung für den Ueberrest von Israel" und Ihr erhaltet dadurch Segen von Gott und von den Bewohnern Münchens, die sich hiemit namentlich unterzeichnen: Samuel ^Sohn von Josef dem Alten '^"^N ppl' '^2 ^INN Salomo Sohn des Märtyrers Inda ^L'f "1's?N'2 .-.L^ Samuel Sohn des Josef Ha-Cohen ^? "Q '^52^ Abram Sohn von Hud'(-Jehuda) 1^. "12 Josef Sohn von Samuel Ha-Cohen z.-^.""! ^NQK' "12 Moses Sohn von Jsak Ha-Levi ps^' 12 .-.^'N Jsak Sohn von Benjamin. '1'2 s)N^ Der hier vorliegende Brief ist undatirt. Eine Zeitbestimmung aber ergiebt sich aus dem folgenden Schreiben, welches der in unserem Brief erwähnte Herzog — es ist Stephan III., der zusammen mit seinem Bruder Johann in Folge der Landestheilung vom 24. März 1376 die Regierung Oberbayerns übernahm ^) — in derselben Angelegenheit an den Straßburger Rath gerichtet hat. Ltexlian von Aotes Anaäsn xfalleut^rak Rein unä k6rt20A in Leeren ete. IIussiv ssius unci alles Aut 2Uvor. I^ied desunäer. ^Vir tuu evv 2U ^vi226N) <ÜA2 uns 61U ^'u6, dai22t ^Lak) ist neivalied enxfareli V0U ^) Nicht so ganz sicher. Vielleicht besser „die nieder zu stehen kamen, deren Werth aber hoch war". 2) Hier scheint der Text nicht in Ordnung zu sein. 3) Vgl. Riezler, Gesch. Baierns III, 107. Daselbst auch eine zu den hier berührten Vorgängen wohl passende Charakteristik Stephans.

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