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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 1 · p. Seite 98

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 1
Article
Aus Eduard Gans' Frühzeit
Date
1892-01-01
Page
Seite 98 (sequence 8)
Language
German
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98 Neue Mitteilungen. Masse abgewiesen werden, von der Regierung befriedigt werden müssen, von der die Massenhypothek bestätigt ist; wobei es allerdings eine nothwendige Frage wird zu bestimmen, was zum Behuf des Anlehens wirklich gezahlt ist. Diese Ansicht steht actenmäßig fest: denn in allen Verhandlungen ist nur von einer Anleihe, nie von Speculationen in Papier, die Rede, und die Gläubiger nahmen den vollen Betrag der stipulirten Zinsen für das erste halbe Jahr im voraus an sich; das wahre Verhältniß ist klar und von einem Manne, der, um 36 Rthlr. baar zu erhalten, 120 Rthlr. verschreiben muß, sagt die ganze Welt, daß er einem Wucherer in die Hände gefallen sei. Der Hr. v. M. hat auch keine Papiere, sondern, wie gesagt, Geld gesucht und erhalten. Der Einsender überläßt die Sache der Entscheidung des Publicums und behält sich eine ausführliche Erörterung vor, falls es dem Verfasser des Ungrunds gefallen sollte, sich zu nennen, mit dem er es allein zu thun hat". Weit grober als diese Abfertigung ist folgender Brief, mit welchem Rühs seine Erklärung der Redaction übersandte: Berlin, 24. Aug. 1817. „Hier eine Erklärung in der Judensache mit der Bitte, sie wie sie ist abzudrucken, ohne sie dem Judenburschen mitzutheilen oder sich weiter mit ihm einzulassen. Wenn Sie wollen können Sie im Namen der Redaction erklären, daß Sie glauben, daß das Publicum hinreichend von der Sache instruirt sey. Es ist ein schlechter Ruhm einen unbedeutenden Menschen wie diesen zu vernichten und ich habe was besseres zu thun, allein daß die kaeta unentstellt bleiben, ist auch in diesem Fall wichtig. Ich habe meine Erklärung noch mehr abgekürzt und über das Recht kann unter vernünftigen Leuten keine Frage sehn. Es ist freylich wahr, daß solche abscheuliche Schwindelehen mehr gemacht sind, daß man die Geschäfte unter allerlei Kniffen versteckt hat, aber bleiben sie deswegen weniger empörend und schändlich? Schon seit längerer Zeit geh ich darauf aus den säubern v. Kamptz einmal vor die Feder zu nehmen, denn dieser ists auf den ich zielte: er ist Verf. des Ungrunds und ich suchte ihn aus dem Hinterhalt herauszulocken, worin er immer steckt und tausend Teufeleien ausbrütet. ... Eben hat er einen Wisch über die Wartburger Geschichte herausgegeben, worinn er den Prof. Fries gewaltig heruntermacht; mir ist diese Sache nur zu schlecht, sonst möchte ich ihm deswegen schon zu Leibe". Zur Erklärung der letzteren Stelle, die sich nicht eigentlich auf Judenangelegenheiten bezieht, ist nur kurz darauf hinzuweisen, daß v. Kamptz

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