Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 1
- Article
- Aus Briefen Dohms an Nicolai
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 8)
- Language
- German
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82 Neue Mittheilungen. mit Hrn. Mendelson's Vorrede, bei Gelegenheit der Dohmschen Schrift für die Juden nun allgemein bekannt". Ferner wird (80. Stück S. 934 ff.), die Schrift: I^ettres patentes äu roi xortaut re^lemeut, eoveernavt 1e8 ^uifg ä'^lsaee. Du 10. Quillst 1784. Lnie^iLtrees 1s 26 sonst suivant. Lxti-aits äes re^istres äu Oonseil souveraw ä'^lsaee Zu 1 Lext 1784 angezeigt. Die Anzeige beginnt mit den Worten: „Dieses ist das neue Gesetz, welches den Zustand der Juden im Elsasse bestimmt. Es sucht die glückliche Mittelstraße zu treffen zwischen Druck und schädlicher Freiheit. Es erfüllt nicht alle Wünsche, welche Hr. geheimer Rath Dohm in seinem schönen Buch über die Juden äußert. Aber es gibt doch den Juden mehr Gelegenheit ihren Unterhalt zu erwerben und das auf eine Art, die zu ihrer moralischen Verbesserung beitragen muß". Auf diese Bestimmungen selbst komme ich bei andrer Gelegenheit zurück. Eberhard ist der bekannte Hallenser Aufklärer und Popularphilosoph. Unter den Berlinern sind uns Moses und Wesselh schon mehrfach begegnet; Büsching ist der vielseitige Berliner Schulmann, Historiker, Geograph, der auch über Geschichte der Juden schrieb (vgl. Dohm II. 358 A.) und eine Besprechung Dohms veröffentlicht hatte (s. u.). Wer Sprengel ist, vermag ich nicht zu sagen, der berühmte Botaniker ist es jedenfalls nicht, denn dieser ist erst 1766 geboren, vielleicht ein 1750 geborener privatisirender Gelehrter, über welchen Schmidt und Mehring, Neuestes gelehrtes Berlin II, S. 93, eine kurze Notiz bringt. Unzer, Joh. Aug., Philosoph und Arzt 1727— 1799, als populärer Schriftsteller bekannt, dessen „Anmerkungen" zu „Manasse ben Israel", nach Dohms Zeugniß (2. Theil S. 20) zu Altona erschienen Endlich Friedr. Arn. Klockenbringk (1742—1795), Beamter und Schriftsteller, weiteren Kreisen weniger durch eigene Leistungen als durch die schnöde Art bekannt, in welcher er in Kotzebues Satire „Bahrdt mit der eisernen Stirn" behandelt worden war (Meusel VII, S. 83—85). Er war ein fleißiger Mitarbeiter an der von Nicolai geleiteten „Allgemeinen deutschen Bibliothek" ^). Seine Besprechung des ersten ') Dohm sagt „Anmerkungen von I. C. R. (Hr. Prof. und D. Unzer), welche zu Altona herausgekommen sind". Doch muß das eine übrigens leicht erklärliche Verwechslung sein. Ich habe gezeigt (Gesch. der Juden in Berlin II, 158), daß der Verf. dieser Anmerkungen Moses Wessely ist. 2) In dem Verzeichniß „Die Mitarbeiter an Friedr. Nicolais Allgemeiner deutscher Bibliothek", Berlin 1842, S. 14. 15 wird als Fach, in welchem Kl. als Recensent thätig war, „Finanz, Manufactur" genannt; als Zeichen, unter denen er in den Jahren 1779—1782 schrieb: Lz. H. angegeben. Beides stimmt nicht. Die