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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 1 · p. Seite 81

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 1
Article
Aus Briefen Dohms an Nicolai
Date
1892-01-01
Page
Seite 81 (sequence 7)
Language
German
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Aus Briese» Dohms an Nicolai. 81 einverstanden war, läßt sich denken. Die sonst erwähnten G'öLtinger Größen, die er mit einer Recension betrauen möchte, der schon genannte Orientalist Michaelis, der berühmte Philologe Heyne und der Historiker Spittler sind zu bekannt, als daß ihren Namen weitere Notizen hinzuzufügen sind; Beckmann vielleicht G. B. (1720—1783), in Göttingen seit 1749, Jurist, nur in den ersten Jahren seiner Professorenwirksamkeit schriftstellerisch thätig ^). In den Göttinger gelehrten Anzeigen 1783 findet sich über die zweite Auflage des ersten Theils keine Besprechung. Von den übrigen literarisch-kritischen Zeitschristen jener Zeit habe ich mir nur eine einzige verschaffen können uud zwar die Straßburger. (Bemerkenswerth ist, daß Dohm in seinem zweiten Theil, außer den ebenangesührten Recensionen von Hißmann, Klockenbrinck, Michaelis keine einzige erwähnt, woraus man schließen darf, daß ihm keine weitere bekannt gewesen ist.) Die „Straßburger gelehrten Nachrichten" 1783, 1784, die nur gelegentlich Berliner Schriften, z. B. die „Berliner Monatsschrift" anzeigen, haben auch keine Recension von Dohms Schrift. Doch war mein Durchblättern des ganzen Jahrgangs 1784, der keinerlei Jnhaltsverzeichniß oder Register hatte, nicht ganz erfolglos. Im 24. Stück S. 276 heißt es bei Erwähnung von Manasse den Israel „ist durch eine teutsche Übersetzung Stellen und die obigen Textbemerkungen zu urtheilen in den Stand gesetzt sind, sagt Graetz a. a. O. Folgendes: „Ein Recensent behauptete gradezu: die Juden seien unverbesserlich und alle Reformvorschläge würden an ihrer moralischen Dickhäutigkeit abprallen. Beweis: „„Ihre Borfahren haben sich nach der Befreiung aus Egypten doch wieder nach den Fleischtöpfen Egyptens zurückgesehnt"". Darum sollte man die spätesten Nachkommen in ihrer Zwangsjacke oder ihrer Schmach lassen oder gar nach Asien zurückwerfen". Von alledem steht, wie man sich aus dem Gesagten leicht überzeugen kann, in der Göttinger Recension nicht ein Wort. Selbst der (bei mir in doppelten) Gänsefüßchen angeführte Satz ist nicht etwa ein wörtliches Citat; bei Hißmann heißt es: „Als ihr Erretter ihnen zum Glück der Freiheit verhalf, klagten sie zur Dankbarkeit über den Verlust der Aegyytischen Fleischtöpfe". — Dohm spricht von derHißmann'schen Recension Th. 2 S. 23 f.: wahrscheinlich find diese Bemerkungen die einzige Quelle gewesen, aus welcher Graetz schöpfte. Oder sollte ein anderer Beckmann gemeint sein? Dohm (Bd. II, S. 356 fg.) erwähnt einen Aufsatz des berühmten Gelehrten Prof. Beckmann in Göttingen (Phil, ökonomische Bibliothek XII, S. 125), in welchem der Vorschlag gemacht wird, ein Reisender möge Europa in der Absicht durchreisen, um die politischen Folgen der verschiedenen Judenverfassungen zu studiren. Dohm steht diesem Vorschlag, wie er des Näheren auseinandersetzt, sehr sympatisch gegenüber. Den Tod des „berühmten ökonomischen Schriftstellers" Prof. Beckmann in Göttingen meldet die Spenersche Ztg. 21. Febr. 1811. Zeitfchr. s. d. Gesch. d. Juden i. Deutsch!. V. 6

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