Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 1 · p. Seite 79

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 1
Article
Aus Briefen Dohms an Nicolai
Date
1892-01-01
Page
Seite 79 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2259275-2259319-2259321-2264869--1912-2264966
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Aus Briefen Dohms an Nicolai. 79 zufrieden sein und die Entsagung Ihres Rechts auf diese zweite Auslage nicht annehmen. — Was aber die Fortsetzung betrifft, so werden Sie jetzt einsehn, daß ich für eine Arbeit, die mir meine meiste Wintermuße kosten wird und bei der die bei dem ersten Theil eintretenden Umstände wegfallen, von dem festgesetzten Preis nichts nachlassen kann, ohne sie ganz umsonst zu thun, welches meine 'ökonomischen Umstände nicht wohl erlauben. Ist Ihnen also mein bestimmter Preis noch immer zu hoch, so muß ich freilich mich nach einem andern Verleger umsehen, dem seine Lage eine einigermaßen proportionirte Vergütung gestattet". Da sowohl die zweue Auflage des ersten Theils als der zweite Tbeil des Dohmschen Werkes bei Nicolai herauskamen, so ist es wahrscheinlich, daß Nicolai auf die gewiß nicht übermäßigen Bedingungen seines Autors und Freundes eingegangen ist. Was die gesperrt gedruckten Worte betrifft, so können sie sich wohl nur darauf beziehen, daß Dohm für das seiner Schrift angehängte Memoire 8nr!'6t-it äes ^uii8 en ^.Igaee (S. 155 —200), zu dessen Verbesserung und Durcharbeitung er indirect von den Elsässer Juden und direct durch Mendelssohn aufgefordert war, eiu Honorar bezog. Das war ein wohlverdientes Aequivalent für eine bestimmte schriftstellerische Leitung; eine Bestechung darin sehen zu wollen, i;r nur Uebelwcllenden möglich, die in jedrr Andeutung Nahrung für ihren kurzsichtigen Haß suchen und finden. Auch bei der zweiten Auflage verstrich zwischen Beginn und Vollendung des Drucks eine geraume Zeit. Erst am 30. März 1783 kommt Dohm wieder aus sein Werk zurück. Er schreibt: „Die neue Auflage meines ersten Theils ist nunmehr fertig und ich habe noch verschiedene kleine Wünsche, die ich Ihnen, Lheuerster Freund, vorlegen will. 1. weiß ich nicht mehr, wieviel Exemplare auf Schreibpapier ich mir ausgebeten habe; ich finde aber jetzt, daß ich unter 24 nicht auskomme. Es sind bei dieser Schrift der Leute zu viele, denen man eins geben muß. Es werden aber auch verschiedene Recensenten damit versorgt werden. 2. wünsche ich, daß in der Göttinger Zeitung von dieser Auflage eine vernünftige Recensien erscheinen möchte, in Beziehung auf die vorige, indessen nicht von H. Wollten Sie also nicht deshalb ein Exemplar an Heyne mit einigen Zeilen schicken oder an Spittler, oder wen Sie selbst am besten dazu finden. Ich mag deshalb nicht schreiben und die Sache ist doch nicht unwichtig. Ich stelle anHeim, ob Sie an Michaelis und Beckmann ein Exemplar schicken wollen, ^eyterer tonnte die Anzeige auch in der Zeitung allenfalls machen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.