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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 288

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
In dem Sammelbande jüdisch-deutscher Schriften über den 1. und den 2. schlesischen Krieg
Date
1890-01-01
Page
Seite 288 (sequence 3)
Language
German
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288 Miscellen. Okroiüke äer XöniKe von LvKlanä, deselirieden w ärei Lüekero, L» 6er Lxraeds äes Mäiseden Volkes. 1745. 8. Dodsley^) hat auch eine burleske Chronik der Könige von England in dieser Schreibart verfertigt; ich kann aber nicht bestimmen, ob das Deutsche aus dem Englischen übersetzt, oder ein Original ist. Okronika ^okauv ^.äolxks, obersten ^eläkanxtinanns äes Tonics H.uAusti iu?o1en, desedrieden in MÄLseker Ledreidart äured (reliasi Len Laääi, Säekeh'uäen in Niinelien. 1745. 8. «seäitkuiis (Zsesediellte äer L^inäer von ^reusseu, unä äer L^Lnäer vou Saelisen. 1746. 8." Der fleißige Liegnitzer Philosophieprofessor hat in Anschluß an oben genannte Schriften auf S. 195 f. noch eine lange Reihe verwandter Flugschriften aufgeführt, welche zumeist auf hervorstehende Ereignisse des siebenjährigen Krieges Bezug nehmen und zum Theil schon von Baumgart und Geiger an den angegebenen Stellen namhaft gemacht worden sind. Was uns hier näher angeht, so muß constatirt werden, daß wunderbarerweise kein einziger Titel des von uns angezogenen Sammelbandes mit den bei Flöget genannten übereinstimmt, ein Umstand der nur erklärt werden kann, wenn man annimmt, daß diesem die von ihm aufgeführten Flugschriften nicht unmittelbar vorgelegen haben. Dies wird auch aus der unbestimmten Fassung der Notiz über Dodsley wahrscheinlich; denn daß sowohl die im Sammelband enthaltenen als auch die bei Fl'ögel beschriebenen alle nebeneinander bestanden, scheint ein ausgeschlossener Fall. Fl'ögel bietet noch S. 197 eine knappe Charakteristik, welche wir hier wiedergeben: „Manche dieser Chroniken sind mit Witz geschrieben, aber auch einige sehr elend und wäßrig; besonders ist dieser Spaß nicht auszuhalten, wenn er zu weitläufig ausgedehnt wird. Manche waren zu ihrer Zeit verbothen und confiscirt." Ueber besagten Richter, anderweitig eine völlig obscure Litteratenfigur, Eingehenderes zu ermitteln, lohnt wahrscheinlich nicht der Mühe. Es sei aber nicht unterlassen, zu betonen, daß dieser Mann magersten Witzes Christoph Gottlieb Richter hieß, also nicht mit seinem etwas jüngeren Zeitgenossen Gottlieb Heinrich Richter verwechselt werden darf, über welchen wir in dem (anonymen) „Kirchen- und Ketzer-Almanach Wahrscheinlich die bekanntlich fingirte Firma des berüchtigten Leipziger Nachdruckers Reich, der Schriftstellern, wie Lessing u. a., das sauer erworbene Honorar verkürzte. Flögel scheint den damaligen Londoner Verleger gleichen Namens zu meinen bei dem I>ere?'8 keligues ok aueient eriZILsk xoetr? erschienen waren.

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