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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 123

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland während des sechszehnten Jahrhunderts
Date
1890-01-01
Page
Seite 123 (sequence 13)
Language
German
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in Deutschland während des sechszehnten Jahrhunderts. 123 3. Aus Pekikans Briefen. Ueber Pellikans Leben und Studien sind wir sehr gut unterrichtet'). Von seinen Beziehungen zu dem bereits genannten Vadian wußte man schon früher; aus einem andern bisher unbenutzten Briefe ^) sei eine seltsame Stelle mitgetheilt, zu deren Erklärung ich freilich nicht viel sagen kann (Theodor ist der wohl noch später zu behandelnde Th. Bitliander). De Kedraieo epi^rammate Oon8Ü l'deoäorum HuoHue eousulu! ne midi exeiäerem korsan, Hui suaslt odmittenäum. Lardara lin^ua 68t et parum apta oarmividu8 at<^ue li^aturae et no3 dedraea nulla aZmiramur praeter tantum saerosaneta et propdetiea q^uae 8uam dadent poetieam^ lon^e ad omni lenoeinio numerorum addorrentem, in vedementia atkeetuum eonsi8tit non numero 3z^1Iadarum. Die Verehrung der biblischen Bücher, welche schon an dieser Stelle hervortritt, zeigt sich bei Pellikan auch sonst häufig; nicht selten gemischt mit einem sehr stark ausgedrückten Hasse gegen die Rabbinen als die Verfälscher und Verderber des biblischen Wortes. Eine dieser Stellen — an Bonifaz Amerbach gerichtet — mag hier folgen. Sie lautet: Huoä taräiuZ ooäieem remitto dedraieum per dune Huirennm, amiei83ime ml H-mordaedi, in eau8a erat, traetaeulus in3iSnior in8ertu3 6e patrnm .juäaioorum ^nidu3Äam Lententii8) ^nos eeperam trav8ierre in latinuin^ seä neees8arÜ8 maFis 0eeupati0vidu3 impeüitu3, daetenu8 non ad80lvi, Interim c^uo^ue auäiens, eunäem lidelwm neäum reääitnm, 8eä et impre3sum a k'anlo ^a^io I8naeen8i, <^uem et 8um a83eeutu8 et aviäe le^i. <^nae ad Redraei8 praeter didlia optima ad i11i8 dadentur, (^uae tamen praeter ea <^uae ex 8aeri8 äe3umpta priu8 äuäum nidil i-68ipiunt praeter vani33imorum Raddinorum nomiva et pdilaeteriornm äilatatione^ Gii nidil sei, etjani ex superioriduZ Nun8teru3 et?aM8 tdeoloZorum jussu exulare evAuntur. Der Herausgeber bemerkt mit Recht, der Ausdruck „Verbannte" gehe darauf, daß beide als Häretiker in der ersten Klasse des römischen Index stehn. Doch ist hinzuzufügen: sie stehen darin nicht etwa als Hebraisten, sondern als protestantische Theologen. Nach meiner Veröffentlichung in den Ihrb. f. dtsche Theo!., Bd. XXI, S. 202 ff. erschienen fast gleichzeitig E. Nestle, e. I>e1d'eanäi äe woäi le^encli et intelliAenäi dedraea. Tübingen 1877 und B. Riggenbach, das Chronikon des Konrad Pellikan, Basel 1877. — Vergl. Allg. d. Biogr. XXV, S. 334—338. Vergl. Riggenbach a. a. O. S. 133. 3) 22. Juli (1534). Vadiansche Briefsammlung in St. Gallen. Bd. Hl, S. 209. 4) 15. Juni 1541. Der Brief befindet sich an der S. 118, A. 1 angegebenen Stelle toi. 319.

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