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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 121

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland während des sechszehnten Jahrhunderts
Date
1890-01-01
Page
Seite 121 (sequence 11)
Language
German
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in Deutschlund während des sechzehnten Jahrhunderts. 121 elam wASva eum infamia äiseessit. (Zualiter ge die Aesserit Niedaet ^6arv ^uäaeus vester, puto te seire. Voluit a we exter^uere, eum Zaeeret in xublieo vareere 6uv3 eoronatos pro sui lideratione at voln! mea proümäere in tantum nekulenem. In eine etwas spätere Zeit fällt ein Brief Seb. Münsters an Badian'), den bekannten St. Galler Gelehrten und Staatsmann. Da jedoch Aussicht vorhanden ist, daß der reiche Briefwechsel Vadians gedruckt wird — die erste Lieferung bis zum I. 1517 ist mir in Aushängebogen schon zugekommen — so mag der wesentliche Inhalt des Briefes, zumal er sich fast ausschließlich auf die Kosmographie bezieht, hier unerörtert bleiben. Außerdem enthält der Brief eine Empfehlung des Ueberbringers, der zwei Jahre bei Münster hebräische Vorlesungen gehört habe und eine beachtenswerthe Unterschrift, deren sich der Schreiber sonst selten bedient: SedrAismL Prozessor. 2. Zu Paul Fagius. Geringer als für Münster kann unsere Nachlese für seinen fleißigen aber stilleren und weniger berühmten Zeit- und Arbeitsgenossen Fagius sein. Ein merkwürdiger Briefs) von ihm an Bucer ist nachzuweisen, in welchem Fagius seine Freude über die Berufung nach Straßburg an Capitos Stelle ausdrückt, nicht als ob er glaubte ein würdiger Nachfolger des berühmten Mannes zu sein, sondern weil er hoffe, in dieser Stellung die Kenntniß der „heiligen Sprache" mehr auszubreiten. Dann fährt er fort: Nadeo aÄkue multos lidros kekr. ynos evul^are enxio yuos non äudito omnidu8 äoetis et stnäiosis Grates et utiles Lore, viäelieet eollatiovem translationum iu saera diklia aä veritatem kebraieam, annetationes kedraieas in eaZem, ynarum jam xriäem sxeeimen eäiäi in 4. eaxnt ^eneseos, edalZaiea didlia latine versa; rexurMta eommentaria Rabbi- N01UM) versionein Raddi v. ^Lmdi in lidrnm kaäieuM) lidrum Rituuw et xleraHue alia. Doch scheint Fagius keinen der hier angedeuteten Pläne ausgeführt zu haben. Vielleicht wurde die große schriftstellerische Thätigkeit, welche F. bisher entfaltet hatte, in Straßburg nicht gern gesehn, denn ') Orig. St. Gallen StadLbibl. vol. VII, x. 101. Abschr. Simler Bd. 73. Der Brief ist datirt: altera xost IkoivAe axostoli anno 1550. y Vergl. über ihn Stud. d. hebr. Spr. S. 65—74; für das äußerlich Biographische Allg. d. Biogr. VII, 533. 3) Simlersche Sammlung Bd. 55. Der Brief ist datirt: Constanz, ultima, ^rmü 1544.

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