Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1890
- Issue
- Heft 2
- Article
- Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland während des sechszehnten Jahrhunderts
- Date
- 1890-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 10)
- Language
- German
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120 Geiger: Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache Von diesem Werke, seiner Lebensarbeit, spricht M. auch in einem ferneren Briefe vom 5. Juli 1550 Es ist höchst charakteristisch, aber geht über die Absicht dieser Mittheilungen hinaus, den gelehrten und fleißigen Mann in seinen Nöthen zu sehen über den geringen Preis des Buches und über die geringe Zahl der verkauften Exemplare und seine Klagen zu hören über die vielen Briefe, die er von Correspondenten empfängt, welche unwillig darüber sind, mit ihren Mittheilungen nicht für die erste Auflage zurechtgekommen zu sein und sich ausbitten, in einer zweiten Berücksichtigung zu finden. Näher gehen uns zwei andere Stellen des Briefes an. Die eine ist eine Mittheilung über Arbeitspläne, die das hebräische Gebiet betreffen. Sie lautet: Mine vero Lere in otio a^o vitam, tametsi eexerim vertere e re^ione kedraismi exeiäium ^erosol^Mitanum, ut a ^osexko den (?ori0n est äeseriptnm. Nadeo antem exemnlar Ooustantivoxol.) si tibi 688et Venetv.w, euxerem illuä yuoHue eon8u1ere in Huibusäam loeis. Ueäitor etiam ÜAuras in ea1en6ariurn nedraieum, eollationein^ue latini et nedraiei ann! et meusium. Doch ist mir nicht bekannt, ob die hier angedeuteten Werke erschienen sind. Die andere ist eine Klage über zwei Juden, die, wie es scheint, keine Zierde ihres Stammes waren. Münster schreibt nämlich: <su<Zaen8 no8tei- ^aeoku8 Storek Huem aliquot anni8 nie fovimu8, relieta et expilata nxore adäuetvMe eivi8 eu^'us6am e^uo nine?Ian6r! auliei IwxeratorZs äe sua reZione. Auch bei dieser Arbeit ist übrigens Pellikan Münsters Mitarbeiter. Er soll den Abschnitt über Rusfach corrigiren und demselben ein Brieflein au den Herausgeber voranstellen, den Münster in der Kosmographie abzudrucken bereit ist, wie er eS auch mit den vielen anderen Eiuleitungsbriesen der Gelehrten zu ihren Sendungen zu machen gedenkt. — Eine zweite Stelle handelt über die zu erweiternde Polemik und einen Gegner, der schon früher gegen ihn aufgetaucht ist: (üuxerein stilum strinZere in. unurn varnianuin a Ooss?ortugaUei^era, yu! contra, ine et) contra?an11uin «loviuin tarn nnxnäenter 8erivsit 1aeeseen8 ine xroxter (^uaeäain ^uae in ktoloinaeo in avxenäiee äe Li8pania 8eriv8i et inäuxit contra ine ^uZZerunr ^u^u8tanuin, ut et ille aniarain contra rne 8eriv8erit evi8to1ain, 8eÄ eontuäerunt se ix808 8ui8 8erivti8 nee ^uis<iuain ea curat. I^ideI1u8 ante o^mnliuenviuin e3t ^.ntverxiae iwvre88U8 nee e^o nn^uain viäi in Zn8 xartidu8 unuin eorum, 8eci nii88uin Luit inin! exemvlar ex ^ntverxia <iuoä et rur8uin illue rnisi. Ueber Damian a Goes' Schrift gegen Münster äußert sich G. selbst in einem Briefe an Beatus Rhenanus 1. Juni 1542 bei Horowitz und Hartfelder, Briesw. des B. Rh. 1886, S. 485. D. a. G. bezeichnet seine Schrift als einen Scherz, als eine Mahnung aä nonnnein inin! cognitmn atgue amieuin, künftig in seinen Behauptungen vorsichtiger zu sein. Man sieht aber ans Münsters Worten, wie bitterböse dieser den angeblichen Scherz auffaßte. -) Original in: Zür. Sdtb. Lp. vol. XII, x. 196, ohne Aufschr. Abschrift: Siml. Smlg. Bd. 73.