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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 2 · p. Seite 115

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte des Studiums der hebräischen Sprache in Deutschland während des sechszehnten Jahrhunderts
Date
1890-01-01
Page
Seite 115 (sequence 5)
Language
German
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in Deutschland während des sechzehnten Jahrhunderts. 115 1. Aus Briefen Sebastian Münsters. Einige undatirte Briefe an den berühmten Juristen Bonifaz Amerbach') enthalten sehr wenig für die Geschichte der hebräischen Sprachstudien: gelegentlich eine Empfehlung für einen Münster zugewiesenen Studenten, der sich auch mit dem Hebräischen abgegeben hat, oder eine Erinnerung an ehemalige Heidelberger Schüler, die Brüder Peter und Adam Themar-). Von bedeutenderem Interesse sind die Briefe an den mitstrebenden Konrad Pellikan. Handeln sie auch vielfach von persönlichen Dingen und allgemein wissenschaftlichen Angelegenheiten, so reden sie auch gelegentlich von denjenigen Studien, welche beiden gemeinschaftlich am Herzen lagen. Gleich der erste spricht von dem Druck der hebräischen Bibel, führt also ins oder vors Jahr 1535 ^). Ein anderer Brief (Dienstag vor Pfingsten 1543) giebt mancherlei Personalia und die Kosmographie betreffende Nachrichten und erzählt von einem Siebenbürger Mart. Heinetius, der um hebräisch zu lernen nach Basel gekommen sei^). Ein inhaltsreicher Brief aus dem I. 1546 berichtet von einer durch Münster nach Deutschland unternommenen Reise und von einem dem Pfalzgrafen Ottheinrich in Basel abgestatteten Besuche. Dieser Fürst hat, wie man aus diesem Schreiben erfährt, Interesse für das Hebräische und spricht Münster gegenüber eine Bitte nach dem Besitz einer Bibel aus, eine Bitte, welcher dieser nicht nachkommen kann^). Ueber seine eignen Beschäftigungen und Arbeiten redend, erzählt er von einer das Hebräische betreffenden Nebenarbeit, Bibliothek des Basler Antist. L. ^. 01, 2 W1. 289—296. 2) Der letztere, der zu Speier wohnt, ist wohl nur ein Namensgenosse oder entfernter Verwandter des bekannten humanistischen Dichters Adam Wernher von Themar. 2) Vergl. Geiger, Stud. d. hebr. Spr. S. 82. — Der Brief, Autograph, Züricher Stadtbibl., Nse. vol. XII, 291 zählt verschiedene Werke auf, die eben gedruckt wurden; darunter: Dxeuäimus et didlia kedraiea cum mea versione eottiäie Z kormas adsolventes Moä mini maZnum iaeit neZoeium 6t jam iere veuteroiiium LuxerAvimus. 4) Abschrift, Simlersche Sammlung, Zürich, Bd. 52. Der Betreffende, Ueberbringer des Briefes, wird wegen seiner protestantischen Ueberzeugung sehr gerühmt; es heißt von ihm: ob literas Nedraea8 ex 'MttemderZa aä me Lasileam vevit, etiam cum illi äeüeerent xeeunia.6. Abschrift, Simlersche Sammlung, Bd. 60. Der Brief ist aus dem Mai 1546. 18 (der Pfalzgraf Ottheinrich) roZavit me yuvä sidi eäitionem didliorum nedraieormn alterara, ut Venetii8 est imxressa cum j^ein unleserliches Wort^ et O^I^O emereni) seä Huo xaew iä ekücere Hneam non satis eonstat.

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