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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 1 · p. Seite 81

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 1
Article
Briefe von Lazarus Bendavid an J. J. Bellermann
Date
1890-01-01
Page
Seite 81 (sequence 7)
Language
German
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Geiger: Briefe von Lazarus Bendavid an I. I. Bellermann. 81 Magistrat die Erlaubniß zur Niederlassung erhalten, ein Zeugniß, auf Grund dessen er sich die n'öthigen Mittel zu verschaffen gedenkt. Von einigen Briefen eines getauften Herrn Friedenberg, des Agenten einer englischen Gesellschaft zur Verbreitung des Christenthums unter den Juden, gebe ich kurze Notizen. Er übersendet (5. Febr. 1820) eine neue Londoner Ausgabe des hebr. Catechismus des Tremellius, bedauert in den Bibliotheken so wenig Hilfsmittel zum Studium der orientalischen Sprachen zu finden und wünscht B's. Bekanntschaft zu machen. Am 9. Februar schickt er einen von ihm verfaßten hebräischen Aufruf an die Juden und bittet um die von Lesung herausgegebenen Wolfenbiittler Fragmente. Einige Jahre später (6. Febr. 1826) übersendet er zwei Hefte einer im Erscheinen begriffenen Übersetzung des Talmud und bittet um die Erlaubniß, in der Ghmnasialbibliothek zu arbeiten. Auch David Friedlaender und sein Sohn Benoni sind mit Briefen vertreten. Die von 1810 beginnenden Briefe des Vaters und die zahlreichen des Sohnes handeln fast ausschließlich über antike oder moderne Münzen, welche die Briefschreiber mit dem gelehrten Sammler tauschten, Notizen über neuere numismatische Erscheinungen u. Ä., Besorgungen. Eine Ausnahme machen nur ein paar Briese des Vaters. Am 11. März 1823 übersendet er ein Mscr., „das wie ein Zauber-Formelbuch erscheint. Außer den Worten: VI. Buch Mosis kann ich nichts entziffern. Vielleicht gewährt es Ew. Hochwürden einiges Interesse, denn Sie sind längst berühmt als ein N^O 27. Juli 1823 dankt er für ein „liebevolles Schreiben" wegen seiner Verwendung für den von B. empfohlenen Jacobi. Dieser habe auch an Jost einen Gönner gefunden und mit diesem sei das Weitere über das Fortkommen des I. verabredet. Unter den Correspondenten befindet sich auch der Orientalist A. Th. Hartmann, der in vielen Briefen von seinen orientalistischen Studien überhaupt, besonders von der Förderung berichtet, die seine rabbinisch- Lalmudischen Kenntisse durch den Umgang mit Tychsen erfahren. Am 23. Nov. 1813 schreibt er: „Das gewinnreiche Studium der Mischna habe ich glücklich beendigt und mehrere Jalkut nach besonderen Rubriken excerpirt. Nach Neujahr werd' ich zur Mischna zurückkehren und wenn ich die mühsam errungenen Resultate zur bündigen Klarheit werde geordnet haben, die Midraschim ein Gegenstand sorgfältiger Betrachtung sein lassen. Die rabbinischen Commentare eines Kimchi u. s. w. pflege ich in meinen exegetischen Studien des A. T. nicht ohne mannigfaltigen Nutzen zu Rathe zu ziehen." Consistorialrath D. Heinemann übersendet 3. Jan. 1815 Religionslehrbücher von H. Homberg und P. Beer und kündigt den Prospekt Zeitschr. f. d. Gesch. d Inden i. Deutschs. IV. 6

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