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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1890-01-01 · Heft 1 · p. Seite 27

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1890
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Geschichte der Frankfurter Juden im dreißigjährigen Kriege
Date
1890-01-01
Page
Seite 27 (sequence 10)
Language
German
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im dreißigjährigen Kriege. 27 solle von got gesegnet werden. Zst geschehen heut am frehtag den 7^n schephat 378 vnßerem calender nach. Die Wahl der Siebener. Also soll sein die orvtnung der wohl MahlZ von den stebenen Personen alle zwey jähr inn denn weynachten. Sie sollen sich versamlen die vornembste Personen der beruffene gemein vff ihr gemein stuben mit ihrem Vorsänger vnndt schulklopffer, die da seindt vertraute der versamblung, vfflassen schreiben alle vermöglich der gemeine vff dreh tausendt gülden reich, außgenommen rabinen, die gewiß täglich stauglich^ darzu seindt, wiewohl sie nicht so hoch inn einlag seindt, vnndt dieselbigen legen inn eine buchst; sonder die inn fünf jähren hochzeyt gehapt han, wie wohl sie in hohen einlag seindt, den soll man nicht darin legen in die buchß; vnndt der Vorsänger vnndt schulklopffer sollen nehmen vor äugen der beruffenen gemein sunffzehn Personen auß der buchßen, wie sie nach ein ander kommen auß der buchßen, sondern vatter vnndt sohnn vnndt zwen gebruver vnndt schwer ^Schwäher^j vnndt aydten IMdamZ vnndt die 15 sollen nicht von einander gehen vnndt sollen wihlen swählen^ zehenn Personen, die da sindt vnparthehisch dem gesetz nach sie vnder einander oder mit denen beruffenen der gemein, vnd gleich sollen die zehen schuldig sein jeglicher ein ahtd zu thuen mitt der handt im hehligen buch zu glauben ^— klauben, wählen^ sieben Personen nicht zu trutz noch nicht zu lieb, nurn jnur^ die da seindt tüglich vnndt würdig zu dem dienst, die sollen fuhrer geacht sein alß gleich die alte zehender gemein wie gemeldt ist im bescheidt, sollen auch bawmehster sein vor ihnen vier persohnen, jnn jedem jähr zweh von jhnen zwei monats von gemeldten siebener, vnndt wann denn mehsten thehhls denn altten zehener guth duncken sein wurdte, daß die vbrige dreh der siebener tauglich weren zu bawmehstern, ist ihnen erlaubt, sie zu bawmeystern zu uerordtneden, jedoch müssen alle zeht von dennen fiebener inn zwey jähren alle jähr zweh von ihnen wie gemeldt gordtnet werden. Die zeit von den siebener soll nicht länger weren als zwei jähren lang, das ist biß weihenachten dreyhundert vnndt achtzigk, vnd den ftann^ seindt schuldig die altte zehender, die gemeind all mit einander zu versamblen vnndt wieder zu legen inn die buchs reicht vnndt gemeine als obengemeldt ordtnung sagt, wiederumb vff zweh jähr, vnndt inn weyhenachten solle solche ernewerung gesetzt werden, vnndt ob die weyhenachten herüber käme vnndtt sie nicht erernewerten obengedachter ordnung gemeeß, so ist oben im vrthehll beschehden ihre straeff vnnd pöen. Gemeldter zehender, die gewählt worden seindt, sollen sehen, wehne sie Wehlen, daß mann finde billiche, taugliche zu solcher besatzung vnndt vnpartheh-?sche dem gesetz nach wie guth vnndt wohl; so aber sie solche nicht haben kondten, mögen sie Wehlen solche sieben Personen vnder einander geschwesterkinder, aber nicht nähere, wann schon die weiber nahender weren, seindt sie verworffen, aber mit den alten zehendern mögen die fiebener Personen wohl besreund seind, außgenommen vatter vnndt söhn, gebrüeder schwehr vnndt ahden; sonst befreunde alß schwäger, die fiebener mit den alten zehender mögen wohl sein.

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