Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 332 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2259275-2259329-2259333-2264235--1292-2264278- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
332 Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber. An diesem Punkte bricht leider unsere Correspondenz ab, so daß wir nicht erfahren, ob der letzte Nürnberger Vorschlag angenommen und ausgeführt worden ist. Mendel, Hochmeister der Juden, ist 1385 nach Zürich ausgewandert, und indem der Züricher Rath den Rothenburgern anzeigt, daß er ihn als Bürger aufgenommen habe, bittet er ihn freundlich scheiden zu lassen und ihm zu seinen Sachen beholfen zu sein Es kann keine unbedeutende Persönlichkeit sein, um deren willen so viele und so lange sich hinziehende Verhandlungen von den Rathen zu Rothenburg und zu Nürnberg geführt worden sind. Und welche Bedeutung man seinem Bann beimaß, das zeigt schließlich noch eine Urkunde König Wenzels vom 4. Juni 1382, die sich auf denselben Streitsall bezieht, und da sie bisher unbekannt ist, hier noch angeschlossen werden möge 2). ^/Ventslav/ von Aotes Aenaäen korniselier kuni^ 26 allen 2iten merer des r^eds unä kuniA 2e Ledeim. Deister Nenäel von Laxpenkeim unser Huäs und karnerknedt! Ilrnd äen dan äen äu unä äin deiker Seiest und Aeton dadt M ^sao von Nvekaek, ur? sin Wirtin und uS' ire kint unä url ^evkelin irn eväem unsern Mäen 211 Rurnder^ keinen ^vir äieli unä äin Gelier unä ^edieten äir äa^ dv unserm unä äes rvetis adt^ äa2 ir äenselden dan abtut in äen neusten alita^en äornoeli als eueli ^) äiser drieK' ^ewiset ^iräet. Unä liadt ir idtes 2U In 26 sxreeken, äorumd nemet von in 2u ^ürnder^ von unsren und äes rielis ridtern ein redt unä nirgend anders als äa.2 dillied ist. ^Van tetest du und äin delier das nidt) so Zöllen ^vir von komiseder lziuni^lielien medte, das derselbe dan unseren vor^enanten Mäen keinen sedaäeu bringe in äedein ^vse, und tun äied und din delser mit krakt dit2 driekes und niit l^uni^lieder inedte in des rveks adte und dan und solt aued furdas Lür des rieds edter ^edalten und Aedadt werden und ^vollen aued 2u eued ridten als 211 des rieds edtern mit redt, ^ann ^ir ^ol unäer^iset sin von unsern bürgern 2U ^urnderA das ir denselben Mden unredt tut. 21it Urkunde dits drieies versi^elt mit unserm au^edrüektem ^) insi^el. (^eben su lisürnber^ naed Odristi Geburt ärit^edendunäert ^'ar und äornoed in dem s^vei nnd abtsi^sten ^'are an des keilten lvebnam abent unserer rieb des Lebeimseben in dem XIX und des komiseben in dem sebsten ^'are. ^.d mandatum domini re^is Nartinus seolastieus. Handelte es sich in dem eben besprochenen Fall um die Angelegenheit eines einzelnen, wenn auch offenbar eines besonders angesehenen Rothenburgs Juden, so hatte der Rath im Jahre 1422 Veranlassung sich seiner gesammten Judenschaft aufs ernstlichste anzunehmen und zugleich seine eigenen Rechte an derselben nachdrücklich zu wahren.!) Or. Schreiben des Züricher Rathes f. 22 unseres Bandes. Der Name ist hier zwar Meister Mänlein, aber auch in den Nürnberger Briefen wechseln die Formen Mendel, Mendlein, Menlein ab. 2) Or. Brief auf Pergament, Siegel ab, f. 15 unseres Bandes. 3) Auf Rasur.