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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 3 · p. Seite 318

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber
Date
1889-01-01
Page
Seite 318 (sequence 18)
Language
German
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318 Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber. Juden" am 30. März noch einen zweiten Versuch macht sein Ziel zu er^ reichen. Er schreibt (f. 148): Nein treun^illig dinst 2uvor. Lrsamen ^vevsen und güustig derren. Naendem ien eued in I^ürt2 dei euren doten emdoten, ir 8ollt mir eins gutlieds tages vergönnen mit den juden, meinen feinden, 2U sueden, ^ie dann graven, ritter und edel leut ire Huden dor2u gedalten mit mir 2U vertragen, ist mein deger noed ein uaol au eued, ir sollet mir mein it2gedaedten keind aus2trevden in V tagen, oder init in verfugen mit mir 2u vertragen, oder mir ein frev Liener gleit susekieken iur mied und die meinen, 80 nill ied se1ds2 personlied kiumev, 2um tag und vom tag dis2 liviäer in mein gevwrsam. Lomit ein erdar ratd ^vürd deren, ^ie und ^a32 ien mit in 2U dandeln dod und dardev rnerelien, das? ien ve nit Zern ^vider einen erdarn ratn deger 2U tdun. ^Vo ader 3oled82 alles2 nit ^vollt 3ein, des2 ied inied doed voed 2U eurer ^vev82dait ver8ede, 80 ^vollt ien inein feind 3ueden mit nennen und drennen, ^vie ien moent, od 682 ^vevter oder neuer Kreiden ^vürd. ^Vollt ien doen niemit mein er derart daden und muL2 mied 8oleds2 deelagen gegen rittern und kveedten, ^vie ir mir mein feind trut2iglieden vordalt. Leger und ditt noedmol82 ein gütliede ant^svort dei di86ln doten. Datum un^ Nontag naed ^udiea annv ete. XVII. 01au82 ^Volgemut. Das merkwürdige an dieser Angelegenheit ist nun nicht, daß irgend ein ritterlicher oder bürgerlicher Strauchdieb versucht hat, die bestehende antisemitische Strömung zu seiner persönlichen Bereicherung auszubeuten, sondern daß dieser Versuch in der That Erfolg gehabt haben muß. Denn das muß der Fall gewesen sein, da die Juden sich genöthigt sahen, die Hilfe des Kaisers anzurufen und von ihm Schutz zu erbitten. Maximilian bewilligte ihnen denn auch am 7. Juli 1517 von Augsburg aus ein Mandat, das, an alle Reichsangeh'örigen gerichtet, nach Weglassung des formelhaften Eingangs so lautet (f. 149): ÜN32 daden gemaine Hudi8eddait, in unser und d68 reveds 8tetten und Zegeken ^onendt, 2u erkdennen Jeden, ^ie Lanns ^) ^olgewutt, der sied Kiernxdeidt nennt, mit 8ampt 8einen nelkern gegen Iren leiden, naden und guetern mit der tnat ^vider all reedt und dilliedevt geiveltig dandlung gegen inen fürnem und gedraued, das 8ie sied mere^lied desv^eren und un3 darauf umd un8er diM diemuetigklied ongerufen und gedeten. vie^evl un3 dann al3 Komiseden kavser gedürt, die gedaedten Mden dev Iren gnaden, frevdeiten und Privilegien, so 8ie von un8ern vorfarn am reved Komiseden liavsern und kuvigen naden, dandt2udadev, 2u 8edüt26n und 2U sedirrnen, demnaed emxielnen ^ir eued allen und veden ernstlied gedietendt, und sollen da3 ir auf oddemelten Hanns ^Volgemut, genannt Kiernvnait, und 8ein delrer e^ver vleissig aufseden dadet, sie in e^vern turstentdumden, Stetten, Segnen, dersedaMen und gedieten nit nau86t, doket, at26t oder trenekiet, sonder ^o Ir sie an- So hier der Name. Die Briefe des Claus Wolgemut sind Originale; die Urkunde Maximilians nur Abschrift.

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