Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 13)
- Language
- German
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Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber. 313 sunäern AUten Lrunäe unä in unser dant 2U ^e^valt Adesetst. ^lso daden ^ir 30 ver äorein ^ereät, äas es dev äen t^^evdunäert Auläin dlvden ist) als äas eu^r dotte ^ol ^evs2. ^Iso dett unsers derren äes kevsers ^naä sein dotsedaM 211 eued ^eferti^t in äen saeden, ee eu^r dott kumen ^as, also sedieren ^ir eued unsern drieik au unser lieden dusfragen, äerselden unsers derren äes kevsers botsedaM 2u sa^en, äas sve von äer saede ^ve^en nit 2u eued deäorK l:umen, ^>ann äas dve riedtiA ^emaedt sev ^voräen; äann nir äoed ve ^ern tetten, ^as eued lied ^er, unä ^vir vorstennen äoed ^vol, äas ir ein mistru^ven 2u uns dadt, äas Lr uns so Aar niedt äovon ^esedriden dadt. Heden 2u Lasel au mit^voeden noed miserieoräia äomivi anno eto. XXXIIII Die Rothenburger haben also in der That dem Kaiser zweihundert Gulden bezahlt, wie man sieht einen ungleich geringeren Betrag als 1414, aber sie haben es absichtlich, aus Mißtrauen, wie Konrad von Weinsberg meint, vermieden, sich mit dem finanziellen Berather des Kaisers in eine Correspondenz einzulassen, in der sie etwa hätten genöthigt werden können, den sehr anfechtbaren Satz, aus Grund dessen Sigmund die Krönungssteuer forderte, anzuerkennen und dadurch für die Folge ein Präcedens zu schaffen. Der Kaiser und sein Kämmerer nahmen das Geld auch so und ließen sich überdies bereit finden (es mag das eine Bedingung der Zahlung gewesen sein), der Rothenburger Judenschast gegenüber für die nächsten zehn Jahre auf alle außerordentlichen Steuern ausdrücklich zu verzichten. Dies geschieht durch ein feierliches Privileg vom 14. April 1434, welches in originaler Ausfertigung erhalten ist 2) und folgendermaßen lautet: 'Wir ZiAmunä, von Aotes Aenaäen komiseder kevser 211 allen weiten merer äes rieds unä 2u Hungern 2u Ledeim valmatien Kroatien ete. kuni^ delcennev uuä tun kunt oMndar mit äiesem drieK allen äen äie in seden oäer doren lesen. ^1s ^ir äie juäisedeit ^emeinlied äured äas deili^ ried desediäen Kaden, vt^unt der^ukomen unä unser kevserlied inaiestat 2U eren, als äann unsern vor5arn am rien, so sv ir l^evserlied eronunA 2U kom emnian^en dadeu, von aläer der allezeit ere unä sedanekunA ^esedeen ist, also dat äie ^uäisedeit von Rotenburg un^ äer Lander ^emeinlied, äie äann 211 äieser 2eit äo ^ondaMA unä Aesessen sein, sied ^illi^ unä Aedorsam beweist unä sulene eruu^ unä sedane^uu^ ^villi^lied us^^eriedt, äie ^vir also von in AeneäiMed empfanden dadeu. Unä äer^vorten äas Lv ^vläerumd an uns Aenaä unä ^util^eit emvünäen, so daden ^ir in von sunäern ^enaäen unä kevserliedem ^e^alt desteti^et unä desteti^en in oued mit äisem drin^ ^eweinlied unä suuäerlied alle ire ^enaä driü^ unä trevneit) äie sv von uusern vorfaren, Komisoden l^evsern unä ^uni^en, unä uns ermorden daden unä sollen, äas sv Lurdas äer Aedraueden unä äodev xleiden sollen. ^Vir sollen oued, äas sv von äatum äit^s driü's 2) Adresse: Den ersamen ^vsen, äen durgermsistern unä äem rate 2U RotendurK uu' äer ve^der uusern Zuten trunäen. 2) Es liegt — ohne Paginirung — lose in unserem Bande. Das angehängt gewesene Siegel fehlt.