Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 11)
- Language
- German
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Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber. 311 am 12. Oct. ^) 10 Gulden, am 19. Oct. 8 Gulden, am 26. Oct. 35 Gulden, am 1. November 37 Gulden, am 9. November 44 Gulden, am 23. November 106 Gulden, am 7. December 53 Gulden, am 14. December 25 Gulden, am 20. December 36 Gulden und am 24. December^) 36, im ganzen also 400 Guldens. In ähnlichen Raten und meist an denselben Terminen haben ferner gezahlt: Meyer von Kitzing 260 Gulden, Michel von Weil 220 Gulden, Michel von der Neustadt 90 Gulden, Liphun 20 Gulden, Beifelin von der Neustadt 230 Gulden, Menlin 100 Gulden, Merklin 80 Gulden, Samuel 140 Gulden, Jossep, Salmans Eidam 70 Gulden, Gotschalk 80 Gulden, Elgast, Salmans Sohn 60 Gulden, die alte Salmannin 40 Gulden und Berman 25 Gulden — im ganzen also vierzehn Steuerzahler 1815*) Gulden. Indessen ist diese Liste schwerlich ganz vollständig; in einer später anzuführenden Steuerliste vom Juli 1414 kommen 21 Steuerzahler vor, und wenn auch einige derselben, wie jener Vehfelin von Weißenburg, sich rechtzeitig der Belastung entzogen haben mögen, so wird man doch immerhin annehmen können, zumal in unserem Verzeichnis zwischen dem letzten und dem vorletzten Posten mehrere Blätter frei geblieben sind, daß noch andere Zahlungen, vielleicht erst im nächsten Jahr, geleistet worden sind. So wird der Rath denn wohl zu seinem angelegten Gelde gekommen sein; einen Gewinn aber für sich selbst hat er schwerlich dabei gemacht. Ueber sieben Jahre scheinen nun die Rothenburger Juden mit außerordentlichen Reichssteuern verschont geblieben zu sein; dafür daß der Aderlaß des Jahres 1418^) auch sie betroffen habe, ergiebt sich aus den in unserem Bande vereinigten Acten kein Anhaltspunkt. Erst der 1422 gemachte Versuch, die Juden zu einem Geldbeitrage für die Rüstungen gegen die Hussiten heranzuziehen, berührte wiederum auch die Rothenburger Gemeinde. Man weiß, daß schon am 14. August der Psalzgras Johann von Neumarkt den Auftrag zur Erhebung dieser Auflage in einer Anzahl fränkischer und schwäbischer Reichsstädte, darunter auch Rothenburg, erhielt, und daß der Rothenburger Rath am gleichen Tage angewiesen wurde, demselben oder seinen Bevollmächtigten dabei hilfreiche Hand zu leisten. Zu diesen beiden Erlassen kommt aus unserer Sammlung noch ein drittes Schreiben Sigmunds vom gleichen Datum hierzu welches, auf den Vollmachtsbrief für Johann verweisend, dem Rath von Rothenburg insbesondere?eria sexta. xo8t Lurenaräi. Ich merke besonders an, daß hier Burchardi aus den 11. Oct. angesetzt sein muß, während es nach Grotefend in der Diöcese Würzburg am 14. gefeiert wurde. 2) Die Zahlungstermine fallen meist auf Freitag, also den Schluß der jüdischen Geschäftswoche. 2) Oder 420 Gulden, wenn eine ohne Tagesangabe bei den Einzelposten wie in der Addition nachgetragene Zahl giltig ist. Oder 1835, 's. oben A. 3. 5) Diese Zeitschr. III, 7 ff. 6) Vor f. 66 ohne Pagimrung. Geschl. Brief auf Papier, Siegel theilweife erhalten; Unterfertigung: per äorninnin 1^. cornitein äe OtinZsn rnaZiLtrum eurie Menael xrsxosituZ L0le8la.vi6n.8iZ.