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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 3 · p. Seite 309

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber
Date
1889-01-01
Page
Seite 309 (sequence 9)
Language
German
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Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber. 309 LiFmunÄ von Aotes Avaäen komiZener kuniA 2u allen 2^'ten merer äes riens unä 2u Untern etc. kuni^. Ir äie Mäen unä ^uä^n Roterndui-A uk äer l'ndsr ^«Zsssen. ^Vir senäen 2u eucn äen vestsn LrkinAer von LauZneiin, rittsr) unssrn rat unci lisden ^etruen, ent^ortsr 61868 di-isfZ, un86i-6 ds^erun^ unä mevnunA, al3 von äer steur unä nllks ^e^en, äie ^ir von euon unä aller ^'uäiseneit in 6ein rieke ^onl^aM^ naden sollen, unser unä Ässselben riedg nnä ^emeines nutzes anli^enäe notäurtt äamit destellen, an euen ^n dren^en unseres willen ärinne ^entxlien unäerwis^ten. Unä ^edleten euen äoruind von Romisener ^uviKliener ^e^alt, ^vas euen äorinne derseid Lr^iv^er 2u äisem vaale sa^en ^iräet, 6a2 ir im 6as Aent^lien ^louden unä äas ouen ov ^iäersvreenen unä verdienen tun unä vollenäen sollet, al3 11 ed euen sij unsere unä äes riens s^are uv^naäe 2iu vermeiäen. (^eden 2U Oodlent^ äes neensten montags naen 8ant LartnolomeustaZ-, unsrer riene äes lln^risensn ete. in äem XXVIII. unä 663 kömisenen in äem vieräen jaren. ^.ä inanäatum äomini re^is ^onannes Sirenen. (Adresse: ^.Ilen unä i^lienen Huäen unä Mävvven 2U kotewdur^ u5 äer sonder gesessen, uvsern unä äes riens kiamer^neenten.) Der Rath, der sich der Aufforderung des Königs nicht entziehen mochte, obwohl er in diesem Jahre, wie wir noch sehen werden, schon einmal eine außerordentliche Beisteuer von seinen Juden erhoben hatte, schritt nun, wahrscheinlich im Laufe des September, zu einer Maßregel, welche, wenn es sich darum handelte, die jüdischen Gemeinden besonders schwer zur Ader lassen, in dem Bereich dieser fränkischen und schwäbischen Reichsstädte bereits hergebracht warund welche er selbst wie wir noch zu berichten haben, vierzehn Jahre früher mit Erfolg angewandt hatte. Er ordnete die Verhaftung sämmtlicher in seinem Gebiet sich aushaltender Juden an, und ließ sie gefangen setzen, bis sie sich zur Zahlung verstanden. Einzelne der Juden scheinen von der beabsichtigten Maßregel frühzeitig Wind bekommen und den Versuch gemacht zu haben, sich durch einen Rückzug auf das Gebiet benachbarter Fürsten — der Befehl des Königs galt ja nur den Reichsstädten — der Erpressung, die gegen sie geplant wurde, zu entziehen 2). Bereits am 28. August schrieb der fürstbischöflich Eichstedtische Pfleger Hans von Bachenstein an den Rath, der Jude Veyselin (von Weißenburg), der ihm von seines Herrn von Lichstedt wegen zu versprechen stehe, habe ihm angezeigt, er wolle mit Güte aus Rothenburg scheiden und habe seine festgesetzte Steuer bezahlt; er bittet, ihm sein Weib, seine Kinder und seine Habe gütlich folgen zu lassen. Auf denselben Veyselin bezieht sich ein Schreiben des Bischofs selbst vom 7. September, der sich beschwert, daß das Weib des Vehfelin, der sein Jude und Bürger ») Veral. z. B. für Nürnberg 1385, Srädtechroniken I, 123, Anm. 1; für Augsburg 1384 Städtechroniken IV, 15. Die Beispiele sind leicht zu vermehren. 2) Das folgende nach den in unseren Band f. 72 ff. eingehefteten Originalbriefen.

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