Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 3
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 307 (sequence 7)
- Language
- German
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Breßlau: Zur Geschichte der Juden in Rothenburg an der Tauber. Zyl einen neuen Fischzug aus dem Seckel der Juden zu versuchen. Um seine nach der Gefangenschaft des Jahres 1394 noch mehr als gewöhnlich leeren Kassen wieder zu füllen, schickte er noch vor dem Schluß dieses Jahres seinen Günstling Borziwoy von Swynar, den wir schon kennen gelernt haben, ins Reich und bevollmächtigte ihn und den Herzog Stephan von Baiern mit den süddeutschen und rheinischen Reichsstädten wegen einer Schätzung ihrer Juden zu verhandeln. Aus dem Briefe des Nürnbergers Ebner an mehrere Straßburger Herren vom 21. Nov. 1394') wissen wir, daß Borziwoy in Nürnberg mit Abgeordneten der Städte Rothenburg, Windsheim, Weißenburg und Schweinfurt darüber in Unterhandlungen getreten ist und eine außerordentliche Abgabe von nicht weniger als zehntausend Gulden verlangt hat, daß aber die städtischen Abgesandten ihn mit der Erklärung abgefunden haben, sie hätten dazu keine Vollmacht und wollten es gern an ihre Räthe bringen. Ob diese Anregung Erfolg gehabt hat, war bisher unbekannt ^); um so willkommener ist es deshalb, daß auf f. 25 unseres Bandes Abschrift einer Urkunde Wenzels eingeheftet ist, die darüber Aufschluß giebt und deshalb hier folgen mag. >Vir ^VentAela^v von Aots Anaäen Kömi8vner kuniA 211 Alls» weiten merer äe8 reien3 unä kuniA 211 Lenem, enditen äen dnr^ermei8tern, reten unä ^emeinäen äer stete Rotendur^ MeisLendur^ unä ^Vinä8neim, unsern unä äe8 reien8 liden Aetren-ev, unsere Anaä unä Alles Zut. Wieden Ketra^en, umd sülen summe Aelts mit namen virsenvliunäert Auläen, äie äer eäel Lo^i^ov von Lxvinars, un8er nauptmann in Leiern ^) unä lieder Aetre^ver, an euen von un8ern ^e^en unä von unserm 8unäerlienen ^ekeisse ^ve^en gemutet nat, unä äie ir^) auen uns 211 Kulte unä de- IieMelieit meinet 2u ^eden^ enxnelnen unä Zeniten ^ir euen ernstliel^en mit äiesem dritke, äas ir äie od^enante summe sselts ^) ^riärienen l'ollinder oäer ^ver euen äisen dringe von äex e^enanten Lo^i^ov ^e^en Ant^irten ^viräet, ^ar unä Kentslieli rienten unä de^alen sollet. VVan so ir äa^ Z^etan nat, so sa^en ^ir euen unä e^ver stet äer od^enanten vier^ennnujnäert^ ^uläen von unsern unä von äes reieds messen ^ent^- lien unä Aar yuit, leäi^ unä I02. Nit url:^unä^ äit?: dritks versi^elt mit unsrer kunienlienen mavestat insi^el. (^eben 2u?raA6 noen Orisi^ ^epurt äre^enndunäert ^are unä in äem lunkunäneunt^sten Mr äe^ äonersta-AS sant k'elieentaF) unser reien äes Lenemisenen in äem XXXII. unä äe? Romisensn in äem Mren. ^.ä relaeionem Lo^i^vov äe 8^vnars ^Valennieo äe ^Vevtemule ^) Reichstagsakten II, 408 n. 240. Gegen die Weizsäckersche Datirung dieses Briefes hat Lindner, Geschichte des deutschen Reichs unter König Wenzel II, 476 ff. Einwendungen erhoben; er will ihn zu 1396 Juli 1. setzen. Allein das gleich initzutheilende Schreiben Wenzels vom 14. Januar 1395, das zweifellos jünger als jener Brief Ebners ist, zeigt, daß die Datirmig Weizsäckers zu Recht besteht. -) Nur daß die Nürnberger Juden 1397 300 Gulden bezahlt haben, hat Lindner a. a. O. S. 478 festgestellt. 5) Abschrift: keten Abschrift er 2) Abschrift: Zsl8 «) In den letzten Zeilen ist die Abschrist am Rande etwas verletzt, y Abschrift: ^Vintemule.