Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Ohne Titel] / Stern, M.
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 293 (sequence 4)
- Language
- German
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Nachrichten. 293 der großen Zuneigung zu Henriette Herz steht die Abneigung gegen den Rahel'schen Kreis (S. 442 „Die Rahelischen und andere gepfefferte und geknoblauchte Gerichte"). Von großer Bedeutung sind die Mitteilungen über die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Twesten und dem jüdischen Gelehrten Sal. Steinheim (vgl. besonders S. 8 und S. 473—479). 8. G. Durch einem am 27. Okt. 1691 ausgestellten Schutzbrief wurde der bisher in Wriezen ansässig gewesene Jude Jacob Moyses als Nachfolger seines Schwiegervaters David Michel in Potsdam aufgenommen. Das betreffende Aktenstück, in welchem auch das rechtliche Verhältnis festgestellt wurde, ist in dem gründlichen und glänzend ausgestatteten Buche von G. Sello, Potsdam und Sans-Souci (Breslau 1888, Schottländer) abgedruckt (Urkunden und Aktenstücke nr. 50). Im Texte werden von dem um die Geschichte der märkischen Juden verdienten Autor einige interessante Notizen über den neu Aufgenommenen, sowie auch sonst über die dortigen Juden mitgeteilt (S. 91/2). Von des R ef. „Analekten zur Geschichte der Juden (Magazin f. d. Wissenschaft d. Judentums Jg. XV, 1888) beziehen sich auf Deutschland; 2) Zur Messiaserwartung um das Jahr 1240 (Vgl. diese Ztschr. I, 99 f. und II, 382 f.); 4) Zur Verbreitung der Juden am Rhein (im Erzstift Mainz) um die Mitte des 15. Jahrh. (Liste von Judenwohnsitzen 1444 aus dem Frankfurter Stadtarchiv); 5) Pfefferkorn und die Wormser Juden (Wormser Stadtarchiv). Das von dem Nürnberger Meistersänger Kunz Has auf die Vertreibung der Juden aus Rotenburg (1520) verfaßte Lied (Liliencron, Histor. Volkslieder d. Dtsch.III, nr. 346) bespricht E. Matthias in den Mitteilungen des Vereins f. Gesch. d. Stadt Nürnberg, Heft VII (1888), 207 f. und verweist besonders auf die agitatorische Thätigkeit des vr. Johann Deuschlin (Vgl. diese Ztschr. II, 315/16). Die Verhältnisse der die Leipziger Messe besuchenden Juden in den letzten Jahrhunderten behandelt F. Geß eingehend in einem Vortrage (im Verein für die Geschichte Leipzigs), dessen Grundzüge im Leipziger Tageblatt vom 10. Februar 1889 (Jahrg. 83, or. 41) ausführlich wiedergegeben werden. _ Junghans, Versuch einer Geschichte der freien Reichsstadt Gelnhausen (Ztschr. f. hessische Geschichte und Landeskunde N. F. XII. Bd., S. 103—463), giebt auch eine Darstellung von der rechtlichen Lage und den Geschicken der dort ansässig gewesenen Judenschaft.