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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 2 · p. Seite 268

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 2
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1889-01-01
Page
Seite 268 (sequence 7)
Language
German
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268 Miscellen. Wiederum tritt eine größere Lücke ein. Eine angebt. Ausg. von Levita's Grammatik habe ich schon im Handb. n. 1159 bezweifelt; ich glaube nun um so eher, daß ein Fehler in der Berechnung des Jahres der Ausg. 1767 (s. folg. §) vorliege, als eben nichts Anderes aus den Jahren 1751, 1752 bekannt ist — hier zeigt sich, gelegentlich bemerkt, der Nutzen typographischer Annalen. Ebenso scheint eine angebt. Ausg. 1753 von Lwa Is-Ittim aus Cd. 1791 sabricirt. Im Jahre 1753 erschien nur Let ^draKaiQ, verschiedene Gutachten (darunter über Gänse mit schwarzer Nasenwurzel) von Abraham Ha-Kohen b. Jsak aus Samosc, In kol. Aus d. I. 1754 ist wieder nichts bekannt; 1755 erschienen die Novellen des Samuel Edels in 4°, die ich gesehen, -Benjacob (S. 183 n. 470) giebt vorher noch eine Ausg. (Berlin 1745), die schwerlich existirt. 1756 wurde beendet Inu-e (oder ^wara^) sernia, halachische Novellen von Abraham Jechiel Fische!; ferner Msekl? Sedualiw, die Fuchsfabeln des Berachja, beendet Dienstag 27. Elul, mit der Vorrede des Herausg. in Mantua (falsch 1761 in Katalog Michael u. 1870, s. Zedner x. 91); ein klaeksor (Festgebetbuch) „mit 7 Vorzügen", darunter folgende: Das Gebet ist nach der grammatischen Ansicht des Salomo (Salman) Kohen gedruckt, die Bibelparaschijjot und Hastarot sind vom Commentar des Moses Alscheich begleitet, schwierige Wörter sind polnisch (!) übersetzt, der Commentar Haärat Xoäesek ist beigefügt. Eine Nachricht über dieses, schon durch das polnische Glossar merkwürdige Buch fand ich von der Hand des vr. I. Heinemann (am Rande des aus seiner Bibliothek von mir erworbenen bibliographischen 8i5to ^esekenim), der dieselbe jedenfalls einem existirenden Exemplar entnommen hat. Ob und wo letzteres existire, ist mir unbekannt. Gebetbücher sind vielfach durch den Gebrauch abgenutzt und vernichtet worden; daraus erklärt sich vielleicht die sonst auffallende Erscheinung, daß wir bisher nur ein einziges Gebetbuch (1742) zu verzeichnen hatten, während diese Gattung von Büchern die Druckereien am meisten beschäftigte. Im I. 1756 wurde bei Josef Friederich Lorentz ein hebräisches und deutsches Gebet gedruckt (Leseet ^.äonerw. . .) „Als Unser aller - weisester König Friedrich II. mit dem Ausgange des 516 Jahres . . den Feldzug eröffnete" :c. (3. S.). Genaueres bei Landshuth 1. e. S. 50, welcher das Akrost. d. Vf. Hirsch ^) nachweist und Mendelssohn für den Uebersetzer hält. Die deutsche Übersetzung fand er auch in der „Berlinische privil. 'öffentliche Relation" :c. v. 11. Ott. 1756, S. 970. Pinner gab das Gebet hebräisch und deutsch, jedoch modisicirt, heraus in seinem „Offenes Sendschreiben" zc. 1866. Kayserling (Moses Mendelssohn, 1888) scheint Landshuth's Buch nicht zu kennen, was mich nicht wundert, da ich selbst es so spät kennen lernte. In Pinner's Katalog Zebi Hirsch b. Arje Loeb Chassan Lipschütz Hartog Lev, seit 1736 Gemeindesecretär, später Cantor, gest. 1784, nach Landshuth 1. e. S. 55, 56; s. auch weiter unten und oben 1724 (Vater).

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