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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 2 · p. Seite 116

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte der Besteuerung der Juden durch Kaiser Sigmund und König Albrecht II.
Date
1889-01-01
Page
Seite 116 (sequence 10)
Language
German
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116 Kerler : Zur Geschichte der Besteuerung der Juden Erbkämmerers einem lebhaften Widerstand. Aus der Zahl der abweisenden Fürsten möge Bischof Konrad von Metz herausgehoben werden, weil er sein Verbot der Besteuerung eines in Sarburg gesessenen Juden damit begründete, daß seine Stadt Sarburg nicht in dem Reich gelegen sei ^). Einen formellen Abschluß erhielt dieser Steuerfeldzug, soweit er sich gegen die Juden im deutschen Reiche richtete, durch die urkundliche Erklärung des Kaisers Sigmund 1435 Januar 1, daß er mit Konrad von Weinsberg, dem er die Erhebung des ihm nach der Kaiserkrönung zustehenden Judengeldes übertragen, über alle Einnahmen und Ausgaben habe abrechnen lassen, und demselben noch 1191 rhein. Gulden schuldig sei?). Nun aber richteten die Finanzmänner Sigmunds ihre beutelüsternen Blicke auf andere Jagdgründe. Die Königin Barbara erhielt von ihrem kaiserlichen Gemahl alles, was von der Juden-Krönungssteuer noch ausstehe, zugewiesen Sie stellte nun Bevollmächtigte auf^), und meldete ihre Ansprüche bei Herzog Philipp von Mailand 5), Herzog Amadeus von Savoien^) und Pabst Eugen IV') an. Was dann hier und anderwärts ausgerichtet worden, darüber fehlen ausreichende und zusammenfassende Nachrichtens.!) S. das Schreiben des Bischofs an Konrad von Weinsberg in Oehr. 1. e. 55. or. en. 2) Regest in Neue Beyträge . . . 1754 S. 13, von uns ergänzt aus Oehr. 1. e. L. 37 or. membr. 3) Die Urkunde vom 21. März 1436 ist regest, in Neue Beyträge ... 1754 S. 14. ») Regest des Kredenzbriefes 1436 März 28 in Neue Beyträge 1. e. H 1437 Juni 28 befiehlt Herzog Philipp seinen Beamten und Unterbeamten, l den Steuerboten der Königin Barbara zu Willen zu sein (Oehr. 1. e. lL 55, or. cn.). ' 6) Schreiben der Königin vom 28. März 1436 regestiert in Neue Beyträge . . . 1754 S. 14. y Der Brief der Königin 1437 April 30 ist gedruckt in Hanßelmann 1. c. XXIII. S. 90—91 (vgl. o. S. 114 Anmk. 2), und regest, in Neue Beyträge a. a. O. b) Einige Nachrichten sind in den vorausgehenden Anmerkungen beigebracht. — Das Oehringer Archiv enthält in seinem Faszikel L 55 eine Auszeichnung Konrads von Weinsberg, mit der Überschrift: Nota,. 6ie88 nernaenA68enriden ^art Zedanäelt 2U Lasssl anno Äoniiul 1433. Tu ^i88en al8 nernaen A68enril)en 8tet. Nun folgt eine Aufzählung, welche beginnt: Item äe8 von?a88au^68 ^uäen Zaben rnin8 nerren <le8 l^ei8er8 Znaäen in äer netten 8ture tunksiZ Znläen. Item äie 2U Rs^6N8purK 1400 Auläen. Sie schließt: Item die laenäer Lre88lau^, Lw^äenies, Lotlno^e, I^utrinZen, Lar und alle äie lanäe nickt. Reta. in den vorZesenriden allen v^il ien unverZriWeden 8ln ode 68 rne oder ininnre 8i nnKeverlienen naen u88^ie8unZe äer reZi8ter 6ie ien rnin8 nerren üe8 Kei8er8 Znaäen uderZedin nan. Die Auszählung findet statt in der Reihenfolge der Denkschrift des Wiener Juden (Beil. 3.). Eine Vergleichung unserer Aufzeichnung Nota. äie88 nernaenKSsenriden ^art Zenanclelt ete. mit den protokollartigen, von dem Weinsberger ergänzten Nachrichten in Beil. 2: vis Kaden ZeteiäinZt ete. ergiebt, daß die Übereinstimmung beider Listen sich fast nur auf einige Hauptposten (Regensburg, Nürnberg, Worms, Erfurt, Erzbisch, von Mainz und Magdeburg) beschränkt. Während die in Beil. 3 mitgeteilte Liste einen offiziellen Charakter an sich trägt, hat der Verfasser den Glauben an die Zuverlässigkeit jener Aufzeichnung Rota. äie83 kernaenAe8enrioen ete. durch den Schlußsatz, den er ihr anhängte, bedeutend erschüttert. Aus letzterem ist ersichtlich, daß das Stück jedenfalls erst nachUebergabe der Register an den Kaiser, also nach vollständiger Erledigung des Steuergeschästs verfaßt worden ist. Einen bestimmteren Anhalt für seine Datierung gewinnen wir aus seiner Nachricht von der Austreibung der Juden aus Heilbronn. Da diese, wie Heilbronn

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