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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 2 · p. Seite 115

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 2
Article
Zur Geschichte der Besteuerung der Juden durch Kaiser Sigmund und König Albrecht II.
Date
1889-01-01
Page
Seite 115 (sequence 9)
Language
German
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durch Kaiser Sigmund und König Albrecht II. 115 in den Landen und dem Burggrafthum des Kurfürsten Friedrich I. von Brandenburg, in der Grafschaft Oettingen, der Herrschaft Hehdeck und den Städten Nördlingen, Bopfingen und Dinkelsbühl, und fordert sie auf, die Steuer, die er dem Herkommen gemäß nach seiner Kaiserkrönung beanspruche, an Martin von Eyb auszuhändigen. Zugleich fügt er den sehr bedrohlichen Satz an, Eyb sei befugt, mit den Schuldnern der Widerspenstigen ein Abkommen zu treffen t). Daß die Ausführung dieser Drohung ihren Besitzstand untergraben und sie in ihrem Erwerb aufs tiefste schädigen würde, ist klar. Meissen, Thüringen, Sachsen und Westphalen bereisten Johannes Stofers und Thomas von Gotliebe^). In den Mainlanden wirkte Endres Seeman und Endres von Grunbachs), in Bayern der Kaplan des Weinsbergers Johann Gerber und Jorg von Wemdingen*), der Unten Hein war dem Grafen Ulrich von Helfenstein dem älteren und Sefrid Haugk Korherren zu Oehringen zugewiesen Zu den Herzogen von Oesterreich begab sich der Straßburger Domherr Graf Hans von Helfenstein in Begleitung des Ritters Friedrich Wolfskehl und Stören des Juden. Die Reise ging von Basel, wo sie Mai 4. aufbrachen, über Villinaen, Horb, Stuttgart, Ulm, Memmingen, Kempten, Innsbruck (Mai 21—25), Bozen, Trient, Feltre, Villach (Juni 4-6), Klagenfurt, Leoben, Neustadt, Bruck (Juni 23—27), Salzburg, München, Augsburg nach Ulm zurück °). Eine nochmalige Reise des Grasen von Helfenstein nach Oesterreich im Herbst 1434 war ergiebiger, konnte er doch 1434 Oktober 31 bezeugen, daß er 2500 fl. für den Kaiser erhalten habe und daß nunmehr die Juden in den Landen Herzog Friedrichs des jüngern und dessen Bruders Albrecht ihrer Verpflichtung bezüglich eines dem Kaiser nach seiner Krönung zu reichenden Geschenkes ledig seien ^). Fast überall begegneten die Vertrauensmänner des Oehringen 1. e. L 33 or. md. lit. xat. e. siA. xen<Z. Die Unterschrift der Urkunde lautet: manäatum.äomirii imxeratoris äomino Ounraäo äe ^VivLperZ eamerario reierente Lermannus Seekt. Regest in Neue Beyträge . . . 1754 S. 13. —"Am 21. August 1434 hatte Eyb seine Reise beendigt, an diesem Tage legte er dem Konrad von Weinsberg zu Nürnberg Rechnung ab und übergab 211 fl. (Oehringen 1. e. L 59 eop. enart. eoaev.) 2) S. Oehringen a. a. O. L 59 iimemeii von äer ^uäen ^eZeu . . . verreenent 1434 September 20. 2) Die von ihnen abgelegte Rechnung ist in zwei Exemplaren erhalten a. a. O. L 59 ecme. eil. und eox. ek. eoaev. Es gaben z. B. die Juden zu Wirzburg 315 fl., diejenigen zu Heidingsfeld 109 fl., weiter ist angeführt, was je ein Jude zu Mergentheim, Jphofen, Lenkheim, Ebermannstadt u. s. w. zahlten. An den Herrn von Weinsberg lieferten fie 341 fl. ab, nachdem fie ihre Reisekosten abgezogen hatten. 4) Die Abrechnung der beiden Sendlinge über 925 fl. a. a. O. D 55 or. ekart. lit. par., datirt Ulm 1434, Juli 19 ergab nach Abrechnung der Reisekosten zur Ablieferung die Summe von 364 fl. und 13 böhm. Groschen. 5) Am 22. Juli 1434 legten sie Rechnung ab, der Ueberschuß der Einnahmen über die Ausgaben betrug blos 42 fl. (Oehr. 1. e. L 59 eop. eli. eoaev.) Der Erzbischos von Köln und der Herzog von Berg ließen gar nichts geben (1. e. zu D 57.) 6) Das Verzeichniß der Ausgaben und Einnahmen I. e. R 59 cop. ed. eoaev. Nach Deckung der Reisekosten blieb fast nichts mehr übrig. 7) Die Original-Urkunde »lso nicht expediert?^ in Oehr. 1. e. L 36. Ausdrücklich ist in ihr hervorgehoben, daß die Herzoge ihre Zustimmung zu der Zahlung gegeben, obgleich sie gefreiet zu sein meinen.

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