Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1889
- Issue
- Heft 1
- Article
- Hebräische Drucke in Deutschland
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Miscellen. 85 fort; am Schlüsse heißt es: . . . '255 ^115< ^>^^' . . . iDN ^2 vttlv"> . . . ^5?1-?N. Die Signatur 7 ist nicht vorhanden, sondern nur 8 N, 4M., worauf . . Nl5^?2 „wie in ^'p'^l^ (so! d. i. Ortaki'ö, bei Constantinepel) gedruckt", nämlich die Geschichte von Naftali's Tod; dann (auf Rückseite des 2. Bl. dieser Lage) Etwas von Simson Katz aus Kremsir, dann "NO :c. — Ob das Akrostichon Israel b. Moses in dem Amsterdamer Pentateuch 1729 aus einer Berliner Ausgabe stamme, also von unserem Setzer herrühre, (C. B. p. 2915) lasse ich dahingestellt, da es zu jener Zeit einige homonyme Arbeiter gab, auf die ich später zurückkomme. Die übrigen Erzeugnisse Neumark's mögen hier kurz ausgeführt sein. 1723—4. Oraek NiLekor, ein halachisches Werk von Jochanan Kremnitzer, mit den Arbeitern Chajjim b. Efraim Gumprecht aus Dessau — der schon 1712 und 1717 in Berlin arbeitete, 1717 in Kothen, 1719 in Jesnitz, 1728 in Prag, 1729 in Sulzbach (C. B. p. 2859) — und Ahron b. Elia Katz aus Hamburg, der bis 1726 in Berlin und nach gleicher vielfacher Wanderung eine Druckerei in Altona leitete (oben § 5). 1724. 2a-«sirali von Arje Sofer, drei Stücke, das 3. ein Plagiat an David di Lida. — Ssäer likkun Ledetarot, Contractformulare (C. B. v.. 1403). — Pentateuch mit Onkelos und Raschi (C. B. n. 847). 1725.?rae^er ^eokinvot (C. B. 3183). 1725—6. 3ek6 von Samuel Jafe mit Noten des Rabbiners in Berlin und Franks. a.O. Jechiel (Michel) b. Jehuda. „Ouin liesntia SerenisLiini" (gesetzt von dem genannten Ahron b. Elia). Das, früher in Venedig gedruckte geschätzte Werk über Haggadas des jerusalem. Talmuds (über 200Bl. k>!.) ist auch hervorzuheben wegen der Betheiligung (auch an den Kosten) des Rabbiners, der bald darauf starb (Adar 1728, s. über ihn und seine Familie, namentlich den getauften Sohn Aloys Wiener von Sonnenfels, Landshuth, Biogr. d. Rabb. S. 11 ff., über unser Werk und den Streit wegen einer folgenden Ausgabe des Grundwerkes in Amsterdam, S. 13).') — Die Typen sind nicht schön geschnitten, aber deutlich, der Satz correct, das Papier sehr dauerhaft. Mit diesem Werke hatte wohl Neumark den Höhepunkt seines Geschäftes erreicht. — 1726 erschien noch Let ^i8rae1, Schlachtregeln von Israel Spira. Das letzte bekannte Buch mit seiner Firma ist der erwähnte Traetat Baba Kamma 1727. . Die nächsten Jahre bieten eine auffallende Dürre; ich kenne nur folgende Drucke ohne Firma: 1728 (Ende) Saweda 1o-Äl08ek6, Schlachtregeln von Jakob Moses b. Nachman Kohen. ') In Jakob Chabib's ^akod, Franks, a. O. 1729, wird angegeben, daß die ältere Approbation des verstorbenen Rabbiners N'ON,"! HYOION) verloren sei.