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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1889-01-01 · Heft 1 · p. Seite 84

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1889
Issue
Heft 1
Article
Hebräische Drucke in Deutschland
Date
1889-01-01
Page
Seite 84 (sequence 1)
Language
German
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84 Miscellen. Hebräische Drucke in Deutschland. Von Moritz Steinschneider. (Fortsetzung von Bd. II S. 203: Berlin.) ^> 9. Im Sommer 1719 taucht wiederum ein Buchdrucker auf, der im eigenen Hause arbeitet; aber nur bis 1726, vielleicht 1727, läßt sich seine unausgesetzte, aber nicht bedeutende Thätigkeit verfolgen. Natan Neu mark, Sohn des Jehuda Loeb, den wir als ersten Factor besprochen haben (tz 7), zeigt uns, wie die Kunst und das Gewerbe des Buchdrucks und Buchhandels, wenn auch mit Intervallen, sich in Familien fortpflanzte. — In 8—9 Jahren lieferte er (theils ohne Angabe der Officin) nicht 20 Bücher, worunter fast nur eines an Umfang und Inhalt als bedeutend, ein kleines als interessant bezeichnet werden dürfte. Herbst 1719 (Tischri 480) erschien Tiv26v6t Nenaekem, eine Erklärung haggadischer Stellen nebst Gutachten von Menachem b. Zebi. 1721. Gebete der Genossenschaft Gemillut Chasadim (von 8 Bl.). 1722. Lkelkat Liv^annQ von Benjamin b. David aus Krailsheim (8 Bl.), höchst selten, fehlt im Bodl. Catal. und bei Benjacob. Wir verdanken die Kenntniß desselben und seines Inhalts einem Artikel von N. Brüll (Jahrb. II, 161). Am 2. Pfingsttag 1715 trieb ein blinder Schreck (Carmoly hatte eine Prügelei in der Synagoge im I. 1718 erfunden) die Frauen aus der Synagoge, wobei viele verunglückten. Das Schriftchen ist theils hebräisch, theils jüdisch-deutsch, enthält auch 3 Klaglieder,des Verf. Diese Notiz ist Neubauer entgangen, der in der Revue des ^tuäes Külves über ein, denselben Gegenstand betreffendes „neu Tla^ I^ä" (wahrscheinlich in Franks, a. M. gedruckt?) berichtet; auch Carmoly's Notiz ist ihm entgangen; die Identität des Ereignisses mit dem angeblich stattgefundenen hat er jedoch richtig vermuthet. 1723 erschien der Talmud-Tractat Hoseli Ka-Kekava mit den Noten des Samuel Edels und des Rabbiners Jechiel Michel (s. unten 1726, C. B. o. 1835). Hieran schlössen sich 1725 Tr. Le-n (C. B. 1603, 1726), Lukka, herausgegeben von dem Berliner Lehrer Jakob b. Abraham aus (R.0NQ0? C. B. v. 1910), im I. 1727 Lada Tanuna ohne Druckernamen, aber durch den Berliner Setzer Israel b. Moses. Letzterer war ein Enkel des bekannten Rabbiners Naftali Kohen (gest. in Constantinopel 1719) und hat wahrscheinlich um jene Zeit eine Berliner Ausg. des Testamentes desselben gesetzt. Das Exemplar Rubens 397 (s. C. B. x. 2915 v. 8264) ist aus Pinner's Nachlaß in die hiesige K. Bibliothek gekommen. Ein Titelblatt hat vielleicht nicht existirt. Das 1. Bl., signirt 1k, hat die Überschrift . . . 'jix^ Die doppelte Signatur geht bis zum 6. Heft zu 4 Bl. (also 24 Bl.) ununterbrochen

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